Weil heute nicht nur dein Geburtstag ist: Mit World Vision Pate werden

Ich gebe zu, das Thema „Übernehmen Sie Patenschaften“ in Kombination mit nervigen Spendenaufrufen, haben wir seit Weihnachten glücklicher Weise wieder hinter uns. Ich bin kein Fan von diesen dramatischen Spots, die dann im Fernsehen laufen und mit möglichst katastrophalen Bildern gleichzeitig erschrecken und einem ein schlechtes Gewissen einhämmern. Ganz ehrlich, so kommt man nicht an meine Unterschrift. Schon aus Prinzip.

Diese Einstellung ändert natürlich nichts daran, dass der dahinter stehende Grundgedanke, jedoch ein äußerst guter und wichtiger ist. Wenn jemand in der Lage ist zu helfen, dann sind das natürlich wir, die – denen es gut geht. Doch wie kann man uns denn nun wirklich erreichen?

Na klar, übers Internet! Soziale Netzwerke und Blogs sind natürlich auch hervorragende Medien, Botschaften zu streuen und Energien zu bündeln. Deshalb bin ich auch wirklich stolz, dass ich euch heute, eben ganz ehrlich und auf meine Art, von der neuen Charity-Aktion von World Vision berichten darf, denn wenn es schon social Web heißt, sollten wir es doch auch genau in diesem Sinne nutzen, oder?

Weil heute nicht nur dein Geburtstag ist: Mit World Vision Pate werden

Deshalb geht es heute bei uns um: World Vision. Den Namen dieser christlichen Hilfsorganisation hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Das große Team hinter World Vision unterstützt nämlich nicht nur Kinder, sondern ganze Familien und ihr Umfeld bei ihrem täglichen Kampf gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit. Kontrolliert und geprüft wird World Vision vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI).

Dass Entwicklungszusammenarbeit hier mehr beinhaltet, als bloße, schön klingende Worte, zeigt diese Bereitschaft zur Transparenz ebenso, wie das Programm der Organisation. Hier geht es umnachhaltige, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft. Man will nicht nur geben, man möchte vertreten und sich weltweit für Menschen in Not, ganz unabhängig und frei von ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität einsetzten.

Das ist natürlich ein großes Ziel, was da anvisiert wird, aber mit unser aller Hilfe, können wir dem sicher ein Stückchen näher rücken! Was haltet ihr beispielsweise von der Übernahme einer Patenschaft für ein Kind, was am gleichen Tag Geburtstag hat, wie ihr? Wir in der Redaktion denken gerade darüber nach, ob wir als Team eine Patenschaft übernehmen sollten, gerade als Student und junger Geist sind solche Gedanken einem ja manchmal doch fern und zaubern ein komisches, riesiges Verantwortungsgefühl in die Magengrube. Aber wenn man sich beispielsweise als Team, Familie oder im Freundeskreis eine Patenschaft teilen würde, wäre das doch eine prima Sache.

Außerdem, Patenschaft, das klingt schon wieder so komisch. Meistens hört man hier ja schon auf darüber nachzudenken, was sich dahinter verbirgt, weil man sofort das Gefühl bekommt, hier will nur jemand an mein hart Erspartes. Ich gehe dabei jetzt einfach nur von mir aus. Viel wichtiger ist aber zu wissen warum die Unterstützung so dringend benötigt wird!

In Entwicklungsländern ist eines der größten Probleme, mit dem die neugeboren Würmchen in ihr Leben starten, schon ihre Geburt, denn mehr als die Hälfte aller Kinder, die in Südasien oder in Subsahara-Afrika geboren werden, werden nirgendwo registriert und sind damit für die Augen von Staat und Gesellschaft völlig unsichtbar.

Überlegt euch das mal. Keine Geburtsurkunde. Das bedeutet, dass auch alle folgenden Papiere fehlen. Ihr atmet, aber so was von unerkannt! Das führt zu gigantischen Problemen. Die sind natürlich ganz anderer Natur, als das Bauen von Brunnen und Schulen, aber nicht weniger wichtig!

Oftmals ist es gar kein absichtliches Verschulden der Eltern, ihre Kinder nicht zu melden, sie können es sich schlicht weg einfach nicht leisten, verstehen die bürokratischen Abläufe nicht oder aber müssten viel zu weite Wege auf sich nehmen. Gerade in den ärmsten Regionen bringen die Frauen ihre Kinder daheim zur Welt, der nächste Weg in eine Klinik oder zur Behörde steht da nicht auf ihren To-Do-Listen. Dazu kommt, dass gerade durch den immer noch viel zu weit verbreiteten Analphabetismus viele Eltern nicht einmal wissen, wie wichtig es wäre, ihre Kinder registrieren zu lassen.

Andrea Müller Referentin für Kinderrechte bei World Vision sagt dazu:

„Ohne Geburtsurkunden bekommen Kleinkinder oft keine Vorsorgeuntersuchungen und keine Impfungen. Später werden sie an Schulen abgewiesen und blicken somit einer schwierigen Zukunft entgegen. Nicht registrierte Mädchen und Jungen sind auch eher der Gefahr ausgesetzt, bei Arbeiten ausgebeutet oder von Menschenhändlern über Landesgrenzen geschmuggelt zu werden.“

Ich finde definitiv, dass allein das genügend Gründe sind, nicht länger darüber nachzudenken, sondern selbst zu handeln und Teil des ersten, wirklich soziale Netzwerkes meinpatenportal.de zu werden. Dazu kommt natürlich, dass eine Erfassung aller Kinder, auch für die zukünftige Entwicklungsarbeit eine wichtige Rolle spielen würde. Deshalb ist doch die Idee, einem Kind, dass am gleichen Tag Geburtstag hat wie man selbst, eine Geburtsurkunde und damit den Start in ein besseres Leben zu ermöglichen ein guter erster Schritt! Es mag ein simpler erster Beleg sein, oder aber auch der entscheidende.

Weil heute nicht nur dein Geburtstag ist: Mit World Vision Pate werden

#wirklichsozial