Verliebt, Verlobt und endlich Glücklich

Mein letzter Post zum Thema Beziehungen ist schon eine ganze Weile her. Damals ging es darum, dass Tobias und ich es gewagt haben unsere Fernbeziehung, nach 4 Jahren des Vermissens und Planens, des Organisieren und des Herzeleids, gegen ein gemeinsames Nest in Berlin einzutauschen. Damit einher ging die Tatsache, dass wir seither nicht nur unsere Liebe füreinander teilen, sondern ebenso die zum Bloggen und Fotografieren. Die Frage, die ich mir stellte, ob es möglich ist, gemeinsam zu leben und zu arbeiten, kann ich aus heutiger Sicht mit einem eindeutigen Ja beantworten.

Natürlich ist ein Jahr keine Ewigkeit, aber ich muss sagen, es war ein wundervolles Jahr, ein Jahr, so schön man es sich nur wünschen kann. Ein Jährchen, in dem wir natürlich um den Abwasch und den nächsten Einkauf gezankt haben, ein Jahr, in dem wir unendlich viel gelacht und fast noch mehr geschafft haben. Diese intensive Zeit hat uns nicht müde, sondern nur noch munterer und irgendwie erst so richtig verliebt werden lassen.

Verliebt, Verlobt und endlich GlücklichIch hätte nie gedacht, wie schön Geborgenheit sich außerhalb des elterlichen Haushaltes anfühlen kann. Die Erfahren, die ich mit Tobias sammeln darf, sind anders, als meine vorherigen Beziehungen. Ich weiß, es ist nicht fein an dieser Stelle Vergleiche zu ziehen, aber es gibt Menschen, die tun sich nicht gut, egal wie sehr sie sich anstrengen. Solche Gefühle hinterlassen tiefe Narben, die ab und an – Facebook und komischen Träumes sei Dank – wieder beginnen zu schmerzen. Dann ist es für Sekunden so, als verlöre man die Orientierung, als gerate man in einen Strudel, bis man zu sich kommt und sich besinnt und durchatmet.

Natürlich ist man nie allein mit solchen Erfahrungen, Beziehungen zerbrechen nun mal, könnte man meinen. So sei der Lauf der Dinge, mag man sagen. Aber trotzdem, teile ich den Kummer meiner Freundinnen und Freunde, deren Beziehungen gerade im vergangenen Jahr in die Brüche gegangen sind. Ich versuche da zu sein, ohne schlechtes Gewissen, um mein eigenes Glück. Denn ich bin glücklich.

Wenn ich darüber nachdenke, dass es mir gegönnt ist, meinen Traum zu leben verfalle ich in eine tiefe Dankbarkeit und bin sehr stolz darauf, durch meine Unermüdlichkeit und das ständige Lernen aus Fehlerchen, durch den Rückhalt meiner Familie und den unerschütterlichen Zuspruch meiner Freunde so weit gekommen zu sein. Und nun, nun wagen wir den nächsten Schritt. Stillstand ist nicht meine Sache, ich liebe Veränderungen, ich liebe es an Herausforderungen zu wachsen, aber mit der Zeit habe ich auch verstanden, dass der schnellste Weg dafür, nicht immer der beste ist. Nur durch Wollen, auf Biegen und Brechen geht gar nichts! Und so sehr verzweifelt ich mit Anfang Zwanzig auch um Liebe gekämpft habe, so ruhig und entspannt, genieße ich es nun, mich auf die für mich wirklichen und echten Gefühle und Erfahrungen zu konzentrieren. Wenn Dinge organisch wachsen, man sich und seinen Lieben die Zeit gibt, sich zu entwickeln und dies gemeinsam zulässt, erst dann entstehen wirkliche Beziehungen die tragen, das trifft für Liebesbeziehungen, genau so wie fürs Bloggen zu.

Ich bin ein Mensch, der keine halben Sachen mag, das führt derweilen zu absoluten Stressspitzen, bei denen mir nicht ganz so dringende Sachen hinten runter fallen, ich aber in den entschiedenen Momenten voll da bin. Ist doch schon mal gut zu wissen, woran man selbst noch arbeiten kann! Und das wichtigste, bei all dieser emsigen Geschäftigkeit, habe ich einen Ruhepol gefunden, der mich ausgleicht, der mich in die Arme nimmt, wenn es nötig ist und der mir auch die Tränen trocknet, wenn die Sorgen zu groß werden. Ich spreche nicht davon den perfekten Menschen gefunden zu haben, den gibt es eh nicht und wer ständig danach sucht, verpasst wohlmöglich sein wahres Deckelchen. Nein, ich rede von jenem Menschen, bei dem man sich zu Hause fühlt, mit dem man Sturm der Liebe auf dem Sofa gucken kann, der einem auf dem Festival herum wirbelt, der Einkäufe erledigen ebenso hasst wie man selbst, es dann aber trotzdem tut, weil er weiß, dass die Liebste sonst wieder den ganzen Tag nichts isst. Diesem Menschen, der dir vielleicht nicht jede Minute, jeden Tag sagt, was er für dich empfindet und es dir auch nicht vor hält, wenn es mal eng wird, sondern jenem, der er dir zeigt, so oft er kann und in Momenten, in denen du überhaupt nicht damit rechnest.

Verliebt, Verlobt und endlich Glücklich

zweiseindesign

Für mich ist Tobias dieser Mensch. Und so kitschig das auch klingt, ist es doch keine Liebesgeschichte ohne Schattenseiten. Ich habe lange gebraucht um zu begreifen, wie gut er ist, wie gut er mir tut und dass mein Leben erst durch ihn zu dem wird, was ich mir immer erträumt hab. Wir sind uns keinesfalls ähnlich, aber wir verstehen uns, wir ergänzen uns und wir stehen für einander ein. Manchmal muss ich ihm auch den Kopf waschen, aber recht behält er trotzdem oft, auch wenn ich das nie zugeben kann. Ich kann nicht sagen was uns die Zukunft bringen wird, aber ich weiß, dass ich jeden Tag mit ihm versuche zu genießen, auch wenn er damit beginnt, dass ich durch sein Schnarchen geweckt werde. In solchen Momenten fällt mir die Sache mit der Hingabe nicht ganz so leicht. Sowieso, bin ich ein ganz schön egoistischer Stiesel, der gerne diskutiert, allein um der Diskussion willen. Ich vergesse Dinge, die er mir erzählt und frage manches dreimal nach, aber ich kann fantastische Frühstückseier kochen, habe einen Hang dazu mein gesamtes Dasein mit ihm zu teilen und bin die Beste wenn es darum geht, eine Kitzelattake zu starten.

Niemand weiß was die Zukunft bringt, aber man kann ja neben den Träumereien die da so im Kopf rum schwirbeln – auch ab und an – die Lebenszügel in die Hand nehmen und ihnen in unserem Fall, vielleicht sogar einen eigenen Namen geben: ZWEISEINDESIGN.

Nachdem wir von unserer letzten großen Reise, die durch Mexiko führte zurück gekehrt sind, wurde mir mehr und mehr klar, dass ich diesen Menschen, einfach nie wieder gehen lassen möchte. Aus diesem Gefühl, das einmal bemerkt, mehr und mehr in mir heran wuchs, wurde schließe ein Entschluss und diesem folgte die Tat. Ich habe Tobi einen Antrag gemacht und er hat „Ja – natürlich will ich!“ gesagt! Irgendwie bin ich keins dieser Mädels, dass schon immer vom Heiraten geträumt hat. Eher im Gegenteil, Firlefanz, Kladderadatsch, wer brauch denn das als emanzipierte Frau! Aber wie es eben so ist im Leben, ändern sich manche Dinge. Und so schmeckt mir auf einmal nicht nur Spinat, sondern auch die Vorstellung verliebt, verlobt und für immer – an die richtigen Hände – vergeben zu sein.

Ihr braucht euch aber keine Sorgen machen, haha, noch nicht. Denn seit unserer Verlobung ist schon einige Zeit ins Land geflossen und ich bin noch nicht total am Durchdrehen, wälze keine Brautmodenkataloge und habe auch nicht vor, euch dauernd mit diesem Thema auf den Nerven rum zu tänzeln. Irgendwie gab es eine Woche, in der wir gedacht haben, jetzt müssten wir aber mal was planen. Das hat natürlich so nicht funktioniert – ein Glück, denn nun gehen wir das Ganze sehr entspannt und relaxed an. Uns läuft ja nix weg! Bestes Beispiel dafür ist mein Verlobungsring. Da ich den Liebsten gefragt hab, ob er das restliche Leben mit mir gehen will, kam es mir natürlich nicht in den Sinn, mir selbst einen Ring zu kaufen, oder gar ihm! Statt dessen gab es eine feierlich überreicht Socke, Freudentränen, leidenschaftliches Liebemachen und den Beschluss, mein Ringlein gemeinsam auszusuchen. Das hat dann direkt mal 3 Monate gedauert – und wenn ihr mich fragt, war das die beste Entscheidung überhaupt, denn Zeit nehmen fetzt! Meine Mädels haben mir sehr spannende Empfehlungen gemacht, die wir uns in Ruhe angesehen haben und dann – ist es auch ganz plötzlich um mich geschehen, als ich bei SASKIA DIEZ auf der Seite landete. Liebe auf den ersten Blick könnte man sagen – und das bei einem Ring, der doch so klassisch und eben auch so speziell ist, dass ich sofort wusste, auch wir sind für einander bestimmt und bei dem Tobi sich ab und an immernoch fragt, ob er nicht doch ein wenig schlicht ist. Ist er Baby, aber deshalb ist er auch perfekt!

Verliebt, Verlobt und endlich Glücklich

Und weil sich so viele von euch mit mir bei INSTAGRAM gefreut haben und Glückwünsche noch und nöcher gepurzelt sind, möchte ich euch einfach dafür danken, dass ich neben Neuheiten des Schuhmarktes und dem sportiven Kampf mit dem Schweinehündchen auch diese Seite meines Lebens mit euch teilen darf. Ich danke euch für jedes einzelne Wort und für die süßen Zeilen, für die Umarmungen, das Drücken der Daumen und die Emojis mit den Herzchen in den Augen. Und ja, wenn ihr wollt, wedele ich auch noch ein wenig mit dem Klunker für euch rum, das macht nämlich verdammt viel Spaß und endet eigentlich immer mit einem schrillen Kichern!

Und die Hochzeit, die wird kommen! Wir haben noch keine Ahnung wie, wo und wann genau, aber ich bin mir sicher, uns fällt schon noch was ein!

Und wenn das mit dem Burgenblogger Dasein im nächsten Jahr klappen sollte, gibt’s ne dicke Fete im Westerwald. Wenn nicht, müssen wohl ein blaues Meer, ein kuscheliges Landhaus oder eine Eisdiele her halten. Hauptsache ist doch, dass man bei all den Vorbereitungen und neuen Sachen, an die man so als Braut (hi,hi) auf einmal denken könnte, nicht vergisst, sich ganz viel zu Kuscheln und gemeinsam auch mal spontan ins Abenteuer zu starten! Und genau deshalb senden wir euch jetzt allerliebste Grüße aus der aufregendsten Stadt der Welt und genießen das Verlobt sein mit Chesecake und knutschen in gelben Taxen!

Verliebt, Verlobt und endlich Glücklich