STATION TO STATION by LEVI’S®: A Nomadic Happening mit Tobi von BONAPARTE & Jakob von DANDY DIARY & Patti Smith

Wie ich euch bereits vergangene Woche berichtet habe, treiben Tobias von BONAPARTE und DANDY Jakob ihr Unwesen in den USA. Mit dem Kunstprojekt STATION TO STATIONby LEVI’S®: A Nomadic Happening donnern die zwei Chaoten zusammen mit einem Haufen weiteren Künstlervolkes durch die Lande und genießen Wein, Weib und Gesang! Ab geht’s vom Atlantik zum Pazifik!

Das Projekt von Kurator Doug Aitken will nicht nur die Welt bewegen, sondern auch verändern. Dazu tragen die jeweiliegen Veranstaltungen innerhalb der Orte der einzelnen Stationen auf ihre ganz individuelle Art bei.

Der Zug selbst, besteht aus neun Wagen, die aus den 40er und 50er Jahren stammen und einem sehr speziellen Umstyling unterzogen worden sind. Zum Beispiel hat der in Los Angeles lebende Künstler Jorge Pardon für die Verschönerung des Front- und Speisewagens gesorgt. Heraus gekommen sind von Glas umgebene, lichtdurchflutete Räume, die es einem ermöglichen, eine Reise ganz intensiv und vielfältig wahrzunehmen. Ich denke mal das gilt für die Leutchen im Zug ebenso wie für die, welche von außen mal einen Blick reinwerfen wollen und sich die Nasen platt drücken!

Und weil man ja nicht nur essen und gucken, sondern auch mal schlummern möchte, hat LEVI’S® sich um die Gestaltung des so genannten „Mohave Car“ gekümmert. Ganz im Style der Marke kommen hier Western Jeans, Trucker Jacken und natürlich die heiß umschwärmte 501 zum Einsatz. Der wohl perfekte Ort um ab und an mal ein Nickerchen zu halten und sich von dem ganzen Kulturstress zu erholen.

Doch wie wohl sich Tobi und Jakob bei ihrer Fahrt von New York, nach Pittsburgh, Chicago und St Paul wirklich fühlen, erzählen sie euch lieber selbst. Ist doch irgendwie ganz niedlich im Reisetagebuch eines ausgewachsenen Dandy zu blättern:

Station To Station Blog – von Jakob (Dandy Diary)

„Wer mir zum Beginn der Reise erzählt hätte, wie erhaben es sich anfühlt, die allmächtige Godmother of Punk, Patti Smith, in einer Bahnhofshalle mitsamt ihrem Sohn Jackson an der Gitarre und einer improvisierten Band mehr oder minder protestige Liebeslieder zu spielen, dem hätte ich logischerweise nicht weniger als den Vogel gezeigt. Am Ende war es dann aber vor allem eines: total schlüssig…

im Panorama-Wagen, einem Wagon mit insektenartigen Glasaugen, die einen Rundumblick auf alles preisgaben, schrieb der Musiker Ariel Pink einen neuen, völlig unverständlichen alles-andere-als-Smash-Hit, im Restaurant-Abteil köchelte Superstarkoch Leif Hedenal aus regionalen, vor Ort eingekauften Zutaten irgendetwas, das sicher niemand als Pittsburgher bezeichnet hätte, was aber eigentlich genau das war: ein Kunstmahl bestehend aus Pittsbugher Ingredenzien. Thurston Morre, weltbekannter Ex-Musiker der ewigen Spitzenband Sonic Youth, frickelte derweil im Recording-Wagon auf zwei immer gleichen Akkorden repetitiv an einem neuen, sperrigen Song herum, auf dessen Veröffentlichung ich seither fiebrig warte.

 Tobias und ich wuselten von Waggon zu Waggon, trafen uns zum High Five auf den offenen, brutalst windigen Flächen, die einen mit dem anderen verbanden und staunten immer mehr über all die Künstler an Bord, die so nett waren, wie man sich das nun wirklich nicht hätte vorstellen können.

Pünktlich um 5:01 Uhr amerikanischer Nachmittagszeit schritt Eli, ein so genannter Auctioneer und Weltmeister in seiner Disziplin, durch den Zug und zählte den Countdown für die offizielle Happy Hour, die Jeans-Uhrzeit im Zug.

Irgendwann landeten wir dann in Chicago, der Windy City, in der sommerlichste 35 Grad herrschten. Tobias arbeitete dort an neuen Bonaparte-Songs, ich sprang in den Lake Michigan und legte mich in den Sand. Mehr Summer in the City gibt’s nichtmal in Barcelona, dachte ich und schlief ein.

Neben alten Bekannten, wie Ariel Pink, No Age und The White Mystery war es an diesem letzten Abend Tobias‘ und meiner Reise vor allem eine Dame, die uns vor Aufregung fast durchdrehen ließ: Patti Smith.

 Als finaler Act dieses Abends, wie unserer Tour, ja man muss es so sagen, schritt dieser alte, sehr hippiemäßige Punk auf die Bühne, fragte bestimmt aber ganz und gar nicht zickig nach, warum sie ihre Gitarre nicht hören könne, stellte ihren Sohn Jackson vor – und trieb dann mit ihrer blechernen, von einem massiv ereignisreichen Leben gezeichneten Stimme Gänsehäute über Rücken…“

STATION TO STATION by LEVI’S®: A Nomadic Happening mit Tobi von BONAPARTE & Jakob von DANDY DIARY & Patti Smith

Ist schon spannend den beiden so ab und an über die Schultern zu luschern! Wem das aber noch nicht reicht, der kann sich gerne auf der Facebook Fanpage des Projektes inspirieren lassen und noch ein bisschen neidischer werden.

Ich für meinen Teil wünschte mir, die Deutsche Bahn würde sich auch mal für derartige Projekte begeistern, denn ein bisschen mehr fahrendes, kreatives Volk, dass könnte mir auch bei uns ganz gut gefallen, die rosa Haare hab ich ja schon!

STATION TO STATION by LEVI’S®: A Nomadic Happening mit Tobi von BONAPARTE & Jakob von DANDY DIARY & Patti Smith