Seoul - die Hauptstadt Südkoreas, mehr als eine Reise wert!

Der atemberaubende Gyeongbokgung Palast

Mein mit Abstand schönstes Reiseziel in 2015 war Südkorea. Hätte meine Familie nicht Freunde, die seit einigen Jahren in Seoul leben, hätten wir uns mit Sicherheit für ein anderes Urlaubsziel entschieden und diese coole Stadt und ihr Umland nicht kennengelernt. So aber verbrachte ich einige grandiose Tage in Südkorea, das mich seitdem unglaublich begeistert. Und natürlich möchte ich euch davon berichten!

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Schon im Landeanflug sieht man vom Flugzeug aus die vielen kleinen Inseln, die sich um das Festland reihen und die satten grünen Berge, die das Land durchziehen.

Meine Ankunft – und die Sache mit den Taxen

Unsere Freundin holt uns mit dem Taxi am Flughafen ab. Das erleichtert das Ankommen sehr, denn Südkorea ist touristisch nicht besonders erschlossen, und so ist es kein Wunder, dass die Koreaner ihre Scheu Englisch zu sprechen nicht überwunden haben. Gerne stellen sie sich dumm, obwohl sie häufig schon verstehen, wenn man sie auf Englisch anspricht. Eine weitere Hürde von A nach B zu kommen kann aus dem Trugschluss entstehen, anzunehmen, Taxifahrer würden sich in der 10 Millionen Einwohner Stadt auskennen. Man kann Glück haben, ja, aber auch an einen Fahrer gelangen, der mit einem spazieren fährt, scheinbar das Ziel in Sicht und dann plötzlich irgendwo anhält. – Irgendwo, aber nicht dort, wo man eigentlich hinwollte. Hier gilt es ruhig zu bleiben und auf das grandiose, sehr moderne U-Bahnnetz der Stadt auszuweichen!Seoul - die Hauptstadt Südkoreas, mehr als eine Reise wert!

Der Gyeongbokgung Palast

Nach kurzer Erholungspause bei unseren Freunden, machen wir uns direkt auf zum Gyeongbokgung Palast. Das Wetter ist traumhaft und bezaubernder Weise ist auch eine koreanische Gruppe in traditioneller Hanbok Tracht im Palast. Die Tracht, meist aus Seide, ist bei jungen Mädchen sehr farbenfroh und leuchtet fast, bei verheirateten Frauen wird sie dezenter.

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Im Gyeongbokgung Palast: Mädchen in Hanbok Tracht

Der Name Gyeongbokgung Palast bedeutet übersetzt „strahlende Glückseligkeit“ und gebührt dem ersten und größten Palast unter fünf Palästen, die im Korea der Joseon-Dynastie errichtet wurden.

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Vor dem Gyeongbokgung Palast

Das einstöckige, sehr eindrucksvolle Gebäude ist auf einer künstlich angelegten Insel erbaut worden und von mehreren Teichen umgeben. Hauptsächlich dient der Palast festlichen Zeremonien.

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Eine Schulklasse im Gyeongbokgung Palast

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Anschließend laufen wir zum Café „Breezin“ in der Samcheongdonggil Straße, welche seitlich vom Palast abgeht und auf der sich eine Reihe cooler Shops befinden. Wenn es sehr heiß ist und das ist es meistens, empfehle ich hier eine Spezialität aus Sahne, Beeren und gefrorenem Wassereis. Sehr erfrischend!

 

Wer Glück hat, bekommt im „Breezin“ einen Platz auf der Dachterrasse und kann von dort aus einen traumhaften Blick auf die Stadt und umliegenden Hügel genießen. Unter orangenfarbenen Sonnenschirmen sitzend ist es durchaus auch interessant den Blick nicht ganz so weit schweifen zu lassen, sondern zu beobachten, wie sich die anderen Gäste verhalten. Ich war extrem beeindruckt, wie oft man sich nachschminken, nachpudern oder in kleinen Spiegeln inspizieren kann.

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Hier mal ein Familienfoto, damit ihr wisst, wer wir eigentlich sind!

Koreaner legen unglaublich viel wert auf Schönheit. So ist es auch keine Besonderheit zum erfolgreichen Schulabschluss eine kleine Nasen OP oder ähnliches geschenkt zu bekommen. Gepaart mit dem mit 22,2 Magabite pro Sekunde weltweit schnellsten Internet (Deutsche surfen mit 8,8 Mbit/S) und der Selfie-Stick Leidenschaft, wird verständlich, warum junge Koreanerinnen beim Tee oder Eis wesentlich weniger mit ihren Freundinnen quatschen und vielmehr überwachen, ob die Frisur noch sitzt, sodass man allzeit bereit ist für ein hundertzwanzigtausendstes Gruppenfoto oder Selfie. Sehr beliebt sind vor allem Partneroutfits, bei denen sich die Verliebten bis auf die Socken gleich kleiden. Socken lieben Koreaner übrigens abgöttisch. Von Hello Kitty Modellen über unglaublich stilvolle Exemplare ist alles dabei. Gerne kaufen sie auch Whitener, eine Sonnencreme mit Bleacheffekt, um bei all dem schönen Wetter den Perlmutt-Teint nicht zu ruinieren.

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Blick auf das Café Breezin in der Samcheongdonggil Straße

Das Bukchon Hanok Village

Von der Samcheongdonggil Straße führen mehrere Wege bergauf zum Bukchon Hanok Village, das Viertel, indem ihr hunderte traditioneller Hanok-Häuser findet. Diese haben ein sehr einfaches, wenngleich effektives Fußbodenheizsystem, das noch heute angewendet wird. Manchmal kann man einen Blick auf die Gärten und Innenhöfe der Hanok erhaschen, die unfassbar filigran und einladend wirken.

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Bukchon mit Seoul Tower im Hintergrund

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Happy Franzi mitsamt Bruderherz!

Ursprünglich lebte in Bukchon die herrschende Klasse. Heute befinden sich in den traditionellen koreanischen Wohnhäusern vermehrt Museen, Gäste- und Teehäuser oder kulturelle Zentren, in denen Kunsthandwerk-Workshops angeboten werden. Um Bukchon herum findet man eine Vielzahl cooler kleiner Shops, die Snacks, Mode, Inneneinrichtungsgegenstände oder Keramik anbieten.

Snack-Bar bei Bukchon

Snack-Bar bei Bukchon

Ich war total begeistert von Angebot und Ästhetik der Geschäftchen. Gerade Keramik hat in Korea Tradition und eignet sich wunderbar als Mitbringsel.

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Keramik-Shop bei Bukchon

Der Insa-Dong Bezirk & kulinarische Vergnügungen

Nicht allzu weit von Bukchon entfernt befindet sich Insa-Dong, ein weiteres traditionelles Viertel, in dem ihr neben vielen Tee-Shops und der coolen „Ssamziegil“ Mall ebenfalls Keramik finden könnt.

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Insa-Dong Viertel mit der riesigen Mall auf der rechten Seite

Wer wie ich für Dumplings schwärmt, der sollte unbedingt Mandu probieren. Mandus sind koreanische gefüllte Maultaschen, die man sehr gut im Koong essen kann. Das kleine Restaurant in einer Seitenstraße ist eine Institution in Sachen Mandu. Von außen sieht man, wie die gefüllten Teigtaschen von einer am Fenster sitzenden Frau hergestellt werden. Das Rezept kommt aus Nordkorea, denn die Inhaberin floh im Koreakrieg vom Norden in den Süden und brachte dieses und einige weitere Rezepte mit. Man kann die alte Dame auf einem großen Foto im Lokal sehen, auf dem sie mit ihrer Enkeltochter abgebildet ist. Zu den Mandus bekommt man klassischerweise Kimchi in mehreren Varianten.Gleich gegenüber des Koong befindet sich ein asiatisch angelegter Hinterhof mit vielen Pflanzen und kleinen Galerien. Hier kann man gut eine Verschnaufpause einlegen und in Ruhe im Schatten beispielsweise geeisten Tee trinken, während die Geräusche der Einkaufspassagen zu verschwinden scheinen.

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Hinterhof in Insa-Dong

Die Dualität von Chaos und Ruhe, Überfülltheit und Zurückgenommenheit, laut und leise, schnell und langsam, modern und traditionell ist typisch für Seoul und macht die Stadt fantastisch. In Sachen Fortschritt, Technik, Wachstum und kulturellem Angebot kann die Megacity locker mit New York mithalten und zeigt definitiv Parallelen.Seoul - die Hauptstadt Südkoreas, mehr als eine Reise wert!

Fährt man in die Stadt rein, gibt es Momente, in denen ihr euch wahrscheinlich auch fühlen würdet, wie in 2030, und dann biegt man um eine Ecke und findet sich in einer Tempelanlage wieder, die so ehrwürdig und unberührt wirkt, dass man das Gefühl hat vom einen in den anderen Ort gebeamt oder mit einer Zeitmaschine um die Ecke geflogen zu sein.

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Doch zurück zum Kulinarischen: Die koreanische Küche ist sehr vielfältig, dennoch verzichtet man bei fast keiner Mahlzeit auf Reis, Suppe und Kimchi. Kimchi ist fermentiertes Gemüse. Oft wird Kimchi aus Chinakohl hergestellt und leicht bis stark scharf gewürzt serviert.Es lohnt sich viel essen zu gehen. Ein Muss ist neben Bibimbap meiner Meinung nach Korean Barbecue. Sehr gut ist dieses im Naju House in Hannam-Dong. Das Restaurant ist schöner als viele andere BBQ-Lokale und bietet neben sehr leckeren Beilagen einen guten Service. Für Vegetarier ist es allgemein etwas kompliziert fleischlose Gerichte zu finden, aber das ist ja außerhalb von Berlin auch oft der Fall!

Snack-Bar bei Bukchon

Hmmmm! Bibimbap in verschiedenen Versionen

Auch schätzt der Koreaner die Kombination Chicken&Beer, die ihr wirklich an jeder Ecke findet.

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Bierlokal im Stadtteil Hannam-Dong

Was ich unbedingt empfehle sind Nashi-Birnen. Die gibt es im Sommer an jeder Straßenecke und sie schmecken sehr knackig, wie ein Apfel, haben aber eine mildere Süße und sind hier einfach riesig!

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Obststand an der Straße, Nashi-Birnen im Vordergrund!!!

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Edamame Bohnen & Co

Unser Ausflug aufs Land: Das Sejoong Stone Museum & Der Wawujeongsa Tempel

Sehr lohnenswert ist es aufs Land zu fahren. Nach einer kleinen Ewigkeit raus aus der Stadt kommt einem plötzlich die ganz typisch asiatische Landschaft mit Reisfeldern entgegen. Das Sejoong Stone Museum zeigt über 10.000 Steinskulpturen unter freiem Himmel. Bei Regen würde ich nicht empfehlen dorthin zu fahren, ansonsten ist es ein sehr idyllischer Ort, in seiner Größe überschaubar.

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Das Sejoong Stein Museum

Das Sejoong Stein Museum

Nicht allzu weit entfernt, mit dem Auto gut erreichbar, befindet sich in Yongin Si der Wawujeongsa Tempel (auch Wowoojongsa Tempel geschrieben). Der Besuch der weitläufigen Anlage war mit Abstand das Highlight der Reise!!!

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Karte von Yong-In

Unfassbar schön in die Landschaf eingebettet, kann man dort nicht nur den riesigen liegenden Buddha besuchen, sondern zahlreiche weitere Statuen und kleine Tempel. Es hat etwas sehr befreiendes, erst den Berg hinauf zu steigen um dann von oben eine fantastische Aussicht zu genießen. Begrüßt wird man von einem riesigen goldenen Buddha-Kopf, den man schon von weitem erkennt.

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Eingang zum Wawujeongsa Tempel

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Auf der Fahrt zum Wawujeongas Tempel machten wir Halt an zwei weiteren kleinen Tempeln, die viel zurückhaltender sind, aber dafür sehr meditativ wirken.

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Der liegende Buddha

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Snackstände vor dem Tempel

Ich kann den Ausflug aus der Stadt aufs Land zum Waujeongsa Tempel nur empfehlen und euch raten offen zu sein für weitere Kulturstätten auf dem Weg dorthin. Es wird euch das Herz öffnen.

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Und noch ein paar Tipps für Seoul

Wieder in Seoul gönnen wir uns ein super leckeres Essen im ZEN Hideaway. Das trendy Ambiente eignet sich für schöne Abende zu zweit oder in der Gruppe, kann aber auch für Geschäftsessen eine passende Adresse sein. Auf der Karte findet ihr ein Potpourri aus asiatischen und westlichen/italienischen Speisen, bezahlbar, aber nicht billig.

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Dinner im ZEN Hideaway

Für alle, die übrigens länger in Korea sind und mal Lust auf deutsches Essen haben, empfehle ich das Bärlin. Schön, in einem modernen, begrünten Innenhof aus Hochhäusern und Ahorngewächsen gelegen, kann man hier drinnen wie draußen sitzen und Currywurst, Schnitzel, Pommes und Co. genießen. 20 Euro kostet beispielsweise eine Bockwurst mit Kartoffelsalat.Wir jedenfalls gönnen uns alle einen Soju, das ist eine koreanischer Reisschnaps, dann machen wir uns auf den Weg zum Karaoke, das gehört zu einem Koreaaufenthalt einfach dazu! Darüber bewahre ich an dieser Stelle aber lieber mal ein breites Schweigen, das könnt ihr schön selbst ausprobieren, wenn ihr hier seid!Dinner im ZEN Hideaway

Einkaufen oder zum Frisör kann man in Seoul bis spät abends. Wer keine kleinen Füße oder eine sehr zierliche Figur hat, wird nur schwer passende Klamotten finden. Dafür kann man aber allerlei andere schöne Dinge auf den zahlreichen Märkten erstehen. Besonders gefallen hat mir der Blumen-, Stoff- und Taschenmarkt. Schöne Schreibwaren und englischsprachige Bücher findet ihr im Kyobo Bookstore.

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Grenzerfahrung: An der DMZ, der Grenze zu Nordkorea

Typisch touristisch aber irgendwie dazu, wenn in Seoul, gehört eine Fahrt zur DMZ (demilitarisierten Zone), zur Grenze zwischen Nord- und Südkorea.Wir fahren früh am morgen vom Lotte Hotel in der Stadt los. Im Hotel befindet sich ein Reisebüro über das man die Tour beispielsweise buchen kann. Dies solltet ihr einige Tage im Voraus tun. Pro Person kostet der Spaß umgerechnet ungefähr 70 Euro. Es wird geraten etwas Langärmliges anzuziehen. Da es sich hierbei um eine geführte Tour mit dem Bus handelt, sieht man nicht nur viel vom Land, sondern lernt auf dem Weg auch noch dies Basics der koreanischen Geschichte durch einen englisch sprechenden Reiseleiter.Je näher man der Grenze kommt, desto angespannter wird die Stimmung. Nach Passkontrolle durch das Militär, einem Aufklärungsfilm und einem Infodokument, das es zu unterschreiben gilt, werden wir dann mit einem extra Bus bis ganz an die Grenzhäuschen gefahren. Die letzten Meter vom Bus zur Grenze dürfen wir nur in Zweiergruppen aufgereiht – ich erinnere mich an meine Kindergartenzeit – zurücklegen. Im Zickzack muss man akkurat den Soldaten folgen. Trotz der gerade höchst angespannten politischen Ernsthaftigkeit des Nord- und Südkonflikts kommt mir das ganze vor wie eine Verstehen Sie Spaß-Inszenierung und ich bin nicht die einzige, die das aufgespielte Gehabe an der DMZ ein wenig belächelt.

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An der DMZ, Grenze zu Nordkorea

Die ganze Reisetruppe scheint erleichtert, als wir uns auf den Rückweg machen und genießt das anschließende, traditionelle Essen auf dem Land.

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Das Gefühl, das bleibt

Nach diesem Besuch war ich wieder an mein Gefühl von Dualität erinnert: In Seoul kann man durch die Größe der Stadt und Parkanlagen, der Nähe zur Natur, der Vielzahl an Möglichkeiten und all dem lebendigen Treiben auf der Straße ein unglaubliches Freiheitsgefühl erleben und ist dem drohenden Nachbarn doch so, so nah.  Wie ein Kind, das heimlich mit den Modellautos seines Vaters spielt, versunken in die eigene Fantasie und nicht weiß, ob der Vater vielleicht  jeden Moment durch die Türe kommt.

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Für einen Moment muss ich an Deutschland denken und frage mich, was meine Freunde Zuhause wohl gerade so machen.Seoul - die Hauptstadt Südkoreas, mehr als eine Reise wert!

Ganz nebenbei, zwei weitere Anlaufstellen für Reisende mit Heimweh sind die Ach so! Lecker Bäckerei und das Deutsche Haus in Hannam-Dong, nicht weit entfernt der Deutschen Schule Seoul gelegen.

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Außerdem besuchen wir den Jogyesa Tempel, zu dem wir passend zu Buddhas Geburtstag am 25. Mai gehen und ankommen, als gerade die Sonne untergegangen ist und all die tausenden Lampions auf einmal angezündet werden, die seit Tagen überall im Land zu Ehren Buddhas aufgehängt wurden.

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Ein buntes Treiben, das eine riesige Schar an Menschen anlockt und inszeniert wird wie ein TV Event. Alles jubelt und lebt, bunt und laut, hoffnungsvoll und gedankenversunken, im Großen und im Kleinen, eine Stadt, die mich nicht loslässt und die auf meiner Liste mit Reisezielen nicht verschwunden ist, sondern ab jetzt ganz oben steht.

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