LISAS MIXKASSETTEN MITTWOCH #13 ST. VINCENT – BIRTH IN REVERSE

LISAS MIXKASSETTEN MITTWOCH #13 ST. VINCENT – BIRTH IN REVERSE„Eine Party-Platte, die man auch auf einer Beerdigung spielen könnte.“ Das war der Anspruch, den ST. VINCENT, alias Annie Clark, an ihr gleichnamiges viertes Album stellte, das im Februar erschienen ist und mit deutlich mehr Gitarreneinschlag aufwartet als seine Vorgänger. Nun gut, ich würde an meine Albumkonzeption vielleicht etwas anders herangehen und BIRTH IN REVERSE auch nicht unbedingt auf einem Begräbnis abspielen, aber ich bin hier ja auch nicht die Musikerin und was am Ende dabei herumgekommen ist, zündet ja trotzdem wunderbar!

Zu kratzigen Percussions singt sie von einer US-amerikanischen Mentalität, die geprägt ist von Zurückhaltung, Eintönigkeit und Banalität: „Oh, what an ordinary day, take out the garbage, masturbare“, ist die spitzzüngige Eingangszeile des Stücks, das trotzdem zum eingängigen Dancefloor-Kracher avanciert.

Oder vielleicht ist es gerade diese feine Ironie, die BIRTH IN REVERSE seinen Charme verleiht?

LISAS MIXKASSETTEN MITTWOCH #13 ST. VINCENT – BIRTH IN REVERSE

ST. VINCENT versteht es in jedem Fall wie keine andere, sich selbst treu zu bleiben und dabei so unberechenbar zu bleiben, dass ein jedes neues Album zahlreiche Überraschungen bereit hält. Eine starke Frau, die großartig starke Musik macht!