Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Ich im INTERMAR Hotel. Ganz allein auf weitem Flur.

Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Jetzt bin ich an der Reihe mich auf diesem tollen Blog mal näher vorzustellen. Ich bin Kaye. Ausgesprochen wie der englische Buchstabe K. Ich fotografiere, esse und reise gerne und von einer kleinen Expedition möchte ich hier erzählen:

Zu Silvester fahren mein Freund und ich seit ein paar Jahren regelmäßig weg. Dieses Jahr war leider nur Zeit für eine Nacht und einen Tag. Ihr kennt das sicher, am Ende hat man einfach nie genug Zeit.

Wo soll es hingehen? Etwas in der Nähe. Trotzdem etwas wo wir noch nie waren. Etwas Neues.

Und so, fiel irgendwie die Wahl auf GLÜCKSBURG an der Ostsee. Ein paar Fakten:

-Nördlichste Stadt Deutschlands

-Bevölkerung 5.961 Bewohner

-Sprachen: Deutsch, Hochdeutsch und Dänisch

Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Zunächst einmal, ist es so gut wie unmöglich ohne Navi in Glücksburg etwas zu finden. Vor allem wenn es dunkel ist. Das fing schon damit an, dass wir am Stadtschloss einen kleinen Kasten finden sollten, indem die Schlüssel für das Apartment hinterlegt waren.

Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Dann ging es darum, das Apartment zu finden. Wie gesagt. Das Naiv ist direkt ausgefallen und der Internetempfang war grausam. Das fiel also auch weg.

Folglich ging es nur Oldschool. Wir fragten einfach mal die Leutchen die noch nicht zuhause waren. Jeder den man in Glücksburg gefragt hat, hatte die gleiche Ausrede: “Keine Ahnung. Ich komm aus Flensburg.“ Aha. Klang vielversprechend!

Sogar der nette Taxifahrer der direkt vor dem „Apartment“ stand wusste nicht einmal dass wir in der richtigen Straße waren.

Nach langem rumfragen erwartete uns dann eine überdimensionale Überraschung. Wir standen schon die ganze Zeit davor. Das „Apartment“ befand sich in einem Hotel. WHAT?!

Der Riesenklotz namens INTERMAR ist nicht zu übersehen. Trist. Grau. Eckig. 70iger Jahre. Wunderschön! Ich sag es noch mal: WUNDERSCHÖN!

Ein Schlüsselbund mit drei Schlüsseln. Der erste öffnet die Eingangstür des ehemaligen Hotels. Eine automatische Schiebetür geht zischend auf.

Als wir eintreten, schlägt uns sofort der Geruch von alten Möbeln entgegen. Der äußere Eindruck bestätigt sich auch im Inneren. Die Einrichtung, ist Original und hat seit den 70iger Jahren stand gehalten. Keine Menschenseele da.

Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Der Empfang ist nett geschmückt mit Weihnachtsdeko vom letzten Jahr. Auf einer Tafel steht die Telefonnummer des Hausmeisters.

Ein wohliger Schauer läuft mir über den Rücken. „Ist das aufregend!“„Meinst du wir sind hier ganz alleine?!“ „Das will ich doch hoffen!“

Die Reise geht weiter. Mit dem Lift fahren wir in den zweiten Stock. Immerhin haben wir ein Apartment mit Seeblick.

Auch auf dem Hotelflur kein Ton. Keine Menschenseele.

Zimmer gefunden. Auch hier der Charme längst vergangener Tage. Nur der Fernseher ist neu und das Bad schön modern gefliest.

Die Aussicht verspricht viel! Wir freuen uns schon auf den Morgen.

Nach ein paar Gläsern Gin Tonic kann ich es kaum noch erwarten. Ich will dieses Hotel unter die Lupe nehmen! Gesagt getan. Wir pilgern los…

Die Bilder sprechen für sich.

Eine Nacht im INTERMAR. Ein 110 Betten Haus. Fast alleine. Unbezahlbare Erinnerung.

Es war unglaublich. Wir waren in allen 6 Stockwerken. In manchen Etagen gibt es tatsächlich „Zimmer“ die als Wohnungen vermietet worden sind. So wie unseres als Ferienapartment wohnen hier tatsächlich Menschen. In einem stillgelegten Hotel! Toll!

Barfuß durch ein fast verlassenes Hotel zu laufen. In dunkle Räume zu schleichen nur mit dem Blitzlicht der eigenen Kamera bewaffnet zu sein war schon aufregend.

Ich würde gerne wieder kommen. Vor allem weil mir jetzt noch dutzende Fotoideen im Kopf herum spucken die ich hier mal ausprobieren möchte.

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