Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Die Copacabana, der Zuckerhut, das Amazonasgebiet… das alles und noch viel mehr geht mir durch den Kopf wenn ich an Brasilien denke. Auf meiner Reiseliste stand Brasilien ganz oben. Allein wollt ich da allerdings nicht hin, also musste nur noch mein Freund überzeugt werden. „Jens…??? Was hältst du von Brasilien??“

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Überzeugen musste ich ihn zum Glück nicht lang. Von den in den Medien gepriesenen Qualitäten der brasilianischen Schönheiten würde sich wohl jeder Mann gern mal in der Realität überzeugen. Und auch ich war gespannt, ob wohl mein Popo mit diesen ganzen Luxuskörpern würde mithalten können oder ob ich Jens irgendwann die Augen verbinden müsste.

Das riesige Land hat viel zu bieten, also mussten wir uns erstmal für eine Route entscheiden, die in den drei Wochen Urlaub, die uns zur Verfügung standen überhaupt machbar war.

Nach Rio sollte es unbedingt gehen, aber auch zu den Iguazú Wasserfällen. Und wenn man sich schon Richtung Süden bewegt, warum nicht gleich bis Buenos Aires fahren, von dem alle Traveller schwärmen?

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Beste Reisezeit für Brasiliens Südküste und Rio ist zwischen Dezember und Februar. Warum also eigentlich nicht zum Karneval nach Rio, wenn man schon dort ist? Gesagt, getan und die passenden Flüge bei TAP Portugal gebucht. Für 700 Euro pro Person auch billiger als gedacht und los ging’s für uns ab München.

Allerdings nicht so entspannt wie erhofft, da wir verschlafen hatten. Ja das kommt wirklich vor.

Leichte Panik machte sich breit, wer hatte die Idee 9 Uhr morgens ab München zu fliegen? Nachdem Jens des Öfteren seinen Führerschein riskiert hat, waren wir zum Glück nach flotten 1,5 Stunden am Flughafen. Wer die Strecke Stuttgart München kennt, weiß allerdings, dass das auch ganz anders hätte laufen können.

Nachdem wir unsere Rucksäcke abgegeben hatten, konnte endlich das Urlaubsfeeling beginnen. Einen kleinen Haken hatten allerdings unsere günstigen Flüge: zwei Zwischenstopps in Portugal.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Erst ging’s nach Lissabon und dann noch für eine Nacht nach Porto, bevor es am nächsten Morgen weiter nach Rio gehen sollte. Übernachtet haben wir im TATTVA DESIGN HOSTEL und lecker gespeist nur wenige Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt am Hafen, wo sich ein Restaurant am anderen befindet. Hier müssen wir auf jedenfall nochmal hin, aber dann mit ein bisschen mehr Zeit!!! Zumal das Hostel in Preis-Leistung wirklich überzeugte und auch Porto sehr einladend auf uns gewirkt hat.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Aber jetzt gings ja erstmal nach Brasilien!

Bei der Suche nach einer günstigen Unterkunft in Rio zur Karnevalszeit blieb mir schnell die Spucke im Hals stecken. Ein Bett im 10er Zimmer im Hostel sollte umgerechnet 100 Euro pro Person und Nacht kosten. Mindestaufenthalt 7 Nächte. Die ham sie ja nicht mehr alle!!! Mit solchen Preisen hatte ich nun wirklich nicht gerechnet auch wenn Karneval Hochsaison in Brasilien ist. Auf der Straße wollten wir aber auch nicht schlafen, da musste es doch noch irgendwie eine andere Möglichkeit geben. Und glücklicherweise gab es die auch.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Über AIRBNB haben wir drei Nächte bei der wunderbaren Amina übernachten können. Ihr hübsches Häuschen befindet sich in Botafogo, einem sehr sicherem und zentral gelegenem Stadtteil von Rio.

Mittlerweile ist Rio zwar um einiges sicherer geworden als vor ein paar Jahren, dennoch sollte man sich stets mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand bewegen. Eure goldene Rolex könnt ihr also getrost Zuhause lassen. Es ist nicht so, dass man nachts nicht auf die Straße könnte, aber man sollte stets genau wissen wo man sich befindet. Passiert ist uns Gott sei Dank nichts, aber auch wir sind mal falsch abgebogen und uns war schon ein bisschen mulmig zumute. Gerade eben ist noch eine Schar Menschen um einen herum und auf einmal steht man mutterseelenallein in einer Straße in der die Häuser plötzlich Augen zu scheinen haben und man jeden Moment damit rechnet überfallen zu werden, da man bereits unzählige Horrorgeschichten von anderen Reisenden gehört hat.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

In Rio angekommen brauchten wir natürlich erstmal Geld. Erst der fünfte ATM hat uns brasilianische Reeis ausgespuckt. Die Geldautomaten geben leider nicht so zuverlässig wie in Deutschland Geld, daher als Reisetipp für Brasilien, nehmt so viel ihr kriegen könnt, wenn es mal funktioniert auch wenn man nur mit ungutem Gefühl soviel Bargeld bei sich trägt. Am besten hat man immer nur das bei sich was man für den Tag braucht und den Rest lässt man in der Unterkunft. Uns wurde geraten immer ein bisschen Bargeld in der Tasche zu haben, da die meisten Ganoven sich dann damit auch zufrieden geben.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Als erstes ging es für uns natürlich zu dem Highlight schlechthin: Dem Zuckerhut beziehungsweise portugiesisch, der Landessprache von Brasilien dem Morro do Pão de Açúcar. Mithilfe von Amina wussten wir, welchen Bus wir nehmen konnten, um zum Fuße des Berges zu gelangen. Einen Fahrplan gibt es nämlich nicht. Man steht einfach am Straßenrand, wartet und winkt dann den gewünschten Bus heran. Bezahlt wird im Bus. Aber nicht beim Busfahrer, sondern bei einer Kassiererin die einem danach das Drehkreuz zu den Sitzplätzen öffnet. Dieses sollte mir später noch zum Verhängnis werden mit meinem übergroßen Rucksack.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Nach zwei Seilbahnfahrten gelangt man bequem auf den Gipfel.

Von oben hatten wir einen atemberaubenden Blick über den Atlantik, die Buchten, Hügel und weltbekannten Strände Copacabana und Ipanema.

Eigentlich sieht man auch die über Rio thronende Christusstatue, den Cristo Redentor auf dem Corcovado, aber Wolken versperrten uns die Sicht. In der Hoffnung, dass sich die Wolken verflüchtigen würden, haben wir erstmal einen völlig überteuerten Caipi geschlürft und sind trotz tropischer Schwüle die umliegenden Wege mit unzähligen Traumaussichten entlanggeschlurft. Unsere Geduld wurde schlussendlich noch belohnt, denn zwischen den Wolken tauchte auf einmal der Christo auf. Wow… das war echt mystisch nur die Statue ohne Berg mitten in den Wolken.

Ein Blick auf den Stadtplan verriet mir, dass es gar nicht weit vom Zuckerhut zur Copacabana ist. Also haben wir beschlossen zu laufen, wie man das in anderen Städten auch so macht. Amina hatte uns ja auch noch versichert, dass wir tagsüber in diesem Stadtteil nichts befürchten brauchten. Und plötzlich standen wir mitten in einem Karnevalsumzug. Samba, leicht bekleidete Leute …ich wollt gleich mitfeiern. Jens war das Ganze allerdings nicht so Geheuer. Er befürchtete jeden Moment reißt mir jemand meine Kamera aus der Hand und ist auf und davon damit.

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Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Also sind wir weitergezogen, denn unser eigentliches Ziel sollte ja die Copacabana sein. Mit quengelnden Augen fragte mich mein Liebster ständig wann wir denn endlich da seien, denn ich hatte ihm ja versprochen, dass es nicht weit sei. Obwohl ich selbst planlos war, versicherte ich ihm überzeugt: „Jaja, wir sind gleich!“ Bis mir bewusst wurde, dass es zwar auf der Karte wirklich um die Ecke lag, aber sich dazwischen noch ein ziemlich hoher Berg befand und der Weg nur durch einen langen, dunklen Tunnel führte.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Da wir unser Glück nicht herausfordern wollten haben wir dann doch ein Taxi genommen. Für mich war die Copacabana fast genau, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Außer die Traumfrauen mit ihren Luxuskörpern zum neidisch werden. Die hat man irgendwie vergeblich gesucht.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Entlang des Strandes führt eine Promenade mit Rad- und Fußweg. Aller zwei Meter befinden sich kleine Buden, an denen Caipirinhas verkauft werden. Nach unserem anstrengenden Marsch haben wir uns also wieder mal einen Caipi gegönnt. Nicht das ihr denkt wir wären trinksüchtig, aber in Brasilien trinkt man das quasi wie Wasser.

Im gelben Plastikstuhl sitzt man unterm Sonnenschirm und beobachtet das muntere Treiben.

Zahlreiche Händler wollen einem allerlei Souvenirs verkaufen. Sind aber überhaupt nicht aufdringlich und gehen auch gleich weiter ist man nicht an deren Angebot interessiert. Ein Glück!

Am nächsten Tag stand eigentlich Entspannung auf dem Plan, da wir für abends Tickets für das Sambódromo hatten.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Das Sambódromo ist die Tribünenstraße, die man immer im Fernsehen sieht, auf der die Sambaschulen entlangziehen im Wettstreit um die beste Karnevalsparade.

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Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Jens schlummert noch im Bett, als ich in die Küche gehe und dort Amina und ihre Freunde treffe. Alle sind verkleidet. „Was ist denn hier los?“

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Amina fragt mich, ob wir mit Karneval feiern kommen. Ich will natürlich mit und im Begleitschutz von Einheimischen wollte auch Jens sich mit ins Getümmel wagen. Auch wir brauchten natürlich noch ein Kostüm.

Also hab ich ein paar Pflanzen in der näheren Umgebung zusammengesammelt, ein Bettlaken und weißes T-Shirt zerschnibbelt und schon waren wir zwei Römer oder Griechen beziehungsweise Jens wurde auch öfters gefragt, ob er Jesus darstellen sollte. Hihi.

Die ‚Blocos‘, so nennt man die kleinen Straßenparaden, die überall in der Stadt während des Karnevals stattfinden, und in die wir am Vortag schon zufällig hineingelaufen sind, sind das eigentliche Highlight an dem jeder Brasilianer teilnimmt.

Es gibt eine Bühne oder Wagen auf der Musik läuft, fliegende Händler verkaufen Getränke und ringsherum feiernde Menschen.

: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Also eigentlich genau wie in Köln zur Karnevalszeit nur mit dem kleinen Unterschied, dass nicht Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, sondern man eher froh ist über ein schattiges Plätzchen.

Dementsprechend leicht bekleidet fallen auch sämtliche Kostüme aus, bei denen es an Kreativität keinerlei Grenzen gibt. Beliebt bei Männern war in diesem Jahr rosa Tütü und Flügelchen. Diese Aussichten will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Eigentlich schon völlig am Ende unserer Partykräfte ging es dann abends ins Sambódromo. Die Tickets hatte ich bereits von Deutschland aus gekauft.

Die Preise variieren von 3 bis 1000 Euro, je nachdem wo man sitzt. Ich habe unsere Tickets über GREEN TOAD BUS gebucht. Für 40 US Dollar saßen wir im Sektor 12, eine der schlechteren Tribünen. Um einen Eindruck vom Geschehen zu erhalten, hat das allerdings völlig gereicht.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

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Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!Gegen sieben Uhr abends ging die Show los. Um uns herum noch leere Ränge. Die Sambarhythmen klingen von überall her und wir verfolgen die Parade, die wir bisher nur aus dem Fernsehen kennen.

Der Umzug geht bis in die Morgenstunden. Wir machen gegen Mitternacht schlapp.

Der Samba nervt uns mittlerweile, während die Ränge um uns herum in der Zwischenzeit bis auf den letzten Platz gefüllt sind.

Keiner sitzt mehr auf seinem Platz sondern alle schwingen munter ihre Hüften zu den beschwörenden Klängen.

Wir fallen nur noch todmüde ins Bett, denn am nächsten Tag sollte es bereits weiter gen Süden Richtung Sao Paulo nach Ubatuba gehen.

Was wir dort alles erlebt haben, dass erfahrt ihr natürlich in meinem nächsten Post.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Aber was ist mit euch? Hat euch nach der Fußball WM und der bevorstehenden Olympiade das Brasilienfieber gepackt? Ich freue mich von euren Erlebnissen zu hören oder eure Fragen zu beantworten.

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

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Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio & schwingen beim Carnival die Hüften!

Brasilien: Wir tanzen Samba in Rio!

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