Anbaden auf Niederländisch! Kalt! Kälter! Erfrierungen am kleinen Zeh!

Wie ihr ja schon per INSTAGRAM-Live-Übertragung am Samstag mitbekommen habt, bin ich allerstärkstens ins Wanken gekommen, ob ich meinen kleinen Ausflug in die Niederlande dazu nutzen sollte, auch die europäische Badesaison zu eröffnen. Mein mexikanisches Herumgeplansche in allen Ehren, aber sich bei schönstem Sonnenschein in die Fluten zu stürzen, verlangt einem weit weniger ab, als wenn das Thermometer 14 Grad erahnen lässt. Anbaden ist eigentlich eher was für echte Kerle, nicht für mich! Aber, gesagt, getan.

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Da stand ich nun, am hauseigenen Badestrand des Hotels HOF VAN SAKSEN. Einmal kurz die Seeterrasse abgecheckt: Kein Mensch da. Es war viel zu diesig, kalt und ungemütlich, um sich wirklich ausgiebig im Freien zu tummeln. Warum ausgerechnet ich, die Frostbeule der Nation, auf die Idee kam, mich in Badeschale zu schmeißen, um eine Runde Kraulen zu gehen, kann ich euch gar nicht erklären!

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Vielleicht aufgeheizt durch den Ofen, der in meinem mit  Reetdach gedeckten Häuschen vor sich hin böllerte, muss mir diese Eingebung äußerst logisch erschienen sein. Eine kleine Abkühlung und danach husch, ab in die Sauna.

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Klang für mich nach einem durchaus plausiblen Plan, der auch fleißig per Facebookvoting angestachelt wurde. Also FREEDILETTEN an und ab ging’s zur Rezeption.

Dort angekommen erläuterte ich kurz mein Vorhaben, mir einen Bademantel leihen zu wollen. Ich erntete leere, verständnislose Blicke. Dann zeigte ich auf den See. Nichts.

Ich grinste breit. Man grinste breit zurück. Und schon hatte ich den hauseigenen Zwirn am Start und schlappte Richtung Planschvergnügen.

Erstmal sehen, ob auch wirklich keiner guckt und runter mit dem Höschen, den Socken und der warmen Jacke und rin gehuschelt in den Bademantel! Vorbereitungen und Planung sind das A und O solcher Aktionen! Mütze drüber und schon war ich bereit für’s Abenteuer!

Ein kurzer Abgleich der Lichtverhältnisse und ich entschied mich eindeutig, mir das Tragen der Sonnenbrille für meinen afer-im-See-gewesen-sein-Walk, vorbei an staunenden und grölenden Passanten aufzuheben.

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Bibber. Bibber. Urg! Das war viel kälter als gedacht! Ein Glück lief ich aus dokumentarischen Gründen immer ein Stückchen in den See und wieder raus zur Kamera. Und wieder rein, neues Foto, wieder ab, nach dem Bild sehen. Hätte ich diesen Aufwand nicht betrieben, ich hätte wohl ziemlich schnell begonnen, es mir anders zu überlegen. Aber so, hatte ich doch schon angefangen und naja, so halb nass war ich dann irgendwann auch…

…PLATSCH! Weg war sie, eure kleine Snorkel-Freedi

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Quietsch! Kreisch! Posing! Ahhh, schnell wieder raus laufen! Selbstauslöser drücken und wieder rein! Das habe ich wohl an die 10-15 Mal zelebriert und dementsprechend unterhaltsam muss ich für die Hotelbesucher gewesen sein. Irgendwann bemerkte ich eine kleinen Besucherandrang entlang der Promenade und auf der Seeterrasse. Alle natürlich schön warm eingepackt, während ich mir weit mehr als nur die Zehen abfror!

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Anstatt dass mir mal einer hilft! Tzzz! Aber zum Glück kam just in diesem Moment FERNWEH UND SO um die Ecke und landete einen finalen Schnappschuss! Fertig!

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Zeit für mich, ins Mäntelchen zu schlüpfen und vor Kribbeln und Zwiebeln murrend meine sieben Sachen zusammen zu suchen! Jetzt gab es nur noch einen Platz auf der Welt, an dem ich sein wollte, nämlich der Hotelsaune. Und so pfiff ich auf die ästhetischen Vorschriften des Hauses und machte mich frisch dem See entsprungen auf, den Spa Bereich zu erkunden!

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