Tipps für den LaufeinstiegIch laufe gerne. Dass bedeutet jedoch nicht, dass es mir immer leicht fällt und ich jeden Tag freudestrahlend über meine heimische Laufbahn spurte. Laufen ist eben nicht nur eine rein körperliche Anstrengung, die es zu meistern gilt, sondern auch Kopfsache. So wie wir uns jeden Tag anders fühlen und uns neue Dinge beschäftigen, oder gar stressen, so verhält es sich auch mit unserer mentalen Stärke ganz unterschiedlich.

Doch was macht unsere geistige Stärke, unsere Motivation eigentlich aus?

Innerhalb der Tchibo #BEFITBEYOU Community beantworte ich jede Woche eure Fragen rund um das Thema Laufen und mir sind dabei zwei Sachen extrem aufgefallen. Zum Einen drehen sich die meisten Nachfragen um das Thema der Motivation und zum Anderen um das Feld der Gesundheit. Für mich sind diese beiden Aspekte des Laufens ganz eng miteinander verknüpft, deshalb möchte ich diesen Beitrag nutzen, um euch meine Sicht darauf dazulegen.

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Laufen – Eine Frage der Motivation

Wir alle gehen aus den verschiedensten Gründen laufen. Wichtig ist, dass ihr heraus bekommt, welcher spezifische Grund euer ganz persönlicher Motor sein kann. Verallgemeinerungen oder Halbherzigkeit sind hier fehl am Platz, es geht um den Einzelnen und seinen echten Beweggrund. Ich weiß, dass es nicht ganz leicht ist, diese Frage möglichst konkret zu beantworten, aber auch ich stelle sie mir immer wieder. Und meine Antworten verändern sich. Sie sind genau so vielfältig, wie ich mich jeden Tag verschieden fühle. Und das ist toll. Das bedeutet nämlich, dass ich viele gute Gründe dafür gefunden habe, immer wieder meine Laufschuhe zu schnüren:

  1. Laufen hilft mir mit meinem Stress umzugehen. Ich bekomme dabei den Kopf frei und kann mich danach wieder besser konzentrieren. Bei meinem Arbeitspensum ist dieser Punkt für mich extrem wichtig, da ich sonst manchmal das Gefühl hätte, langsam aber sicher am Rädchen zu drehen.
  2. Durch das routinierte Laufen kurbele ich meinen Stoffwechsel an, ich verbessere meine Kondition, ich merke tatsächlich, wie ich mehr Ausdauer bekomme und körperlich leistungsfähiger werde. Aufgrund der hohen körperlichen Belastungen, denen ich in meinem Job als Reise und Lifestyle Bloggerin manchmal begegne, bin ich einfach froh, wenn mir nicht gleich die Puste ausgeht, wenn es drauf ankommt. Durch das Laufen halte ich bei Wandertouren ebenso wie auf Fahrradausflügen oder im Kanu länger durch und habe auch noch Freude an der Anstrengung. Das fühlt sich gut an.
  3. Seit ich wieder damit begonnen habe, mich regelmäßig zu bewegen, habe ich schon 3 Kilo verloren. Das ist super! Und es dürfen gerne noch ein paar mehr werden! Denn klar bin ich eitel und habe auch ein bestimmtes Bild von mir im Kopf, dem ich gerne wieder entsprechen würde. Mein Popo sieht das zwar momentan noch ein bisschen anders, aber manche Dinge brauchen eben mehr Zeit und viel Ausdauer! Wenn ihr gesund abnehmen wollt, stresst euch nicht, wenn es am Anfang etwas Zeit braucht, der Körper freut sich über jede Form von Aktivität und wenn er merkt, dass ihr ihm dieses Vergnügen regelmäßig bereitet, lernt er auch, langsam seine Reserven loszulassen.
  4. Laufen bereitet mir Freude. Und ich mag es, diese Freude zu teilen. Ob direkt live vor Ort, wie hier beim gemeinsamen Lauf mit Lou von Fit Trio, oder auf Instagram, innerhalb der Tchibo Community oder am Telefon mit Mutti. Es macht mich einfach stolz und glücklich, wenn ich meine Erfolge teile, denn die Reaktionen, die ich darauf erhalte, motivieren nicht nur mich selbst dran zu bleiben, sondern ich freue mich ganz besonders auch darüber, wenn ich euch inspiriere, es mir gleich zu tun. Ich mag es, Tchibo Laufexpertin zu sein und möchte diesem „Amt“ natürlich auch gerecht werden!
  5. Ich entdecke gerne neue Orte. Deswegen sind auf Reisen meine Laufschuhe immer Teil meines Gepäcks. An neuen Orten lässt sich hervorragend die Umgebung erkunden ohne, dabei Kilometer oder Geschwindigkeiten im Hinterkopf zu haben, die einen selbst unter Druck setzten. Turnschuhe an – und los!
  6. Ja, auch Belohnung spielt innerhalb meines eigenen Lauf-Motivations-Kosmos eine Rolle. Denn ich motiviere mich gerne mit schönen Dingen. Sei es ein besonders leckeres Frühstück nach einer morgendlichen Early-Bird-Runde, oder ein paar neue Laufklamotten oder Joggingschuhe, um mich beim Sport einfach hübsch verpackt und bestens gerüstet zu fühlen.
  7. Beim Laufen redet uns keiner rein. Ich kann Laufen gehen, wann immer es mir und meinem Alltag in den Kram passt, morgens, mittags oder gar nachts. Ich bin ungebunden und frei in der Entscheidung, wann ich trainieren möchte. Das finde ich großartig, denn so ergibt sich, wenn ich es wirklich will, irgendwie immer ein mögliches Zeitfenster.
  8. Dieser Grund, warum ich laufe, mag sich erstmal komisch anhören, aber ich schlafe dann einfach besser. Ich kann, wenn ich mich körperlich verausgabt habt, abends leichter zur Ruhe kommen, Gedanken abschalten und meine Ruhephase wirklich nutzen. Schlaf ist für uns so wichtig und gerade als ich jünger war, habe ich diesen Aspekt eines gesunden Lebens häufig unterschätzt und beiseite geschoben. Aber mit Mitte 30 weiß ich, wie wichtig genügend und guter Schlaf für meine aktive Lebensqualität ist.
  9. Laufen wird Gewohnheit. Das klingt jetzt erstmal banal, aber es ist so. Nachdem man einige Zeit durchgehalten und fleißig gesportelt hat, gewöhnt der Körper sich ganz fröhlich an die Bewegung und diese wird zum ganz normalen Teil unseres Lebens. Das macht alles einfach. Ihr müsst dann nicht mehr überlegen und innerlich kämpfen, ob ihr laufen geht, sondern überlegt lediglich, wann es sich für euch am besten einrichten lässt. Wenn wir es an diesen Punkt schaffen, ist das ein großer Schritt in Richtung eines langfristig fitteren Lebens.
  10. Laufen ist der Beginn, einer neuen Sportlichkeit und eines neuen Selbstbildes. Das klingt komisch, aber ich kenne es selbst noch aus dem letzten Jahr, nachdem ich Fortschritte im Laufen gemacht hatte und routinierter und lockerer wurde, begann ich Schritt für Schritt auch meine Freude und das nötige Selbstvertrauen für andere Sportarten zu entdecken. Ich begann mit dem Wellenreiten, habe mir ein Longboard und Inliner zugelegt, mache funktionelles Training und ab und an Yoga. Laufen war für mich der Einstieg, in eine ganz neue Welt, in Sport und Bewegung. Diese Welt war mir vorher verschlossen, weil ich auch gar nicht das Selbstvertrauen gehabt hätte, sie zu betreten. Aber das ist nun anders und ich habe dadurch tolle neue sportive Aktivitäten entdecken können, die mir viel Freude bereiten!

Tipps für den LaufeinstiegDoch bei all der Motivation möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es genau wie bei vielen anderen Dingen im Leben, auch beim Laufsport, auf das Maß ankommt. Laufen macht nämlich nicht rein universell schlank und gesund, sondern kann im Übermaß, oder im Falle von Angeschlagenheit und zuviel Ehrgeiz, auch die Ursache von Überlastung und Krankheit sein.

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Gesund ist – was sich gut anfühlt. Ganz ohne Zwang & verzerrte Selbstwahrnehmung.

Das mag jetzt vielleicht abgedroschen klingen, aber wie bei allen Sportarten, ist es auch beim Laufen extrem wichtig, auf sich und den eigenen Körper zu hören. Es ist wirklich ganz egal, was ihr euch für Ziele steckt und wie hart ihr dafür trainieren wollt, wenn der Körper ein „Nein“ in Form von Schmerzen oder Beschwerden signalisiert, hat dies immer einen Grund. Immer.

Die meisten Fragen innerhalb der Tchibo Community drehen sich beispielsweise um Knieprobleme. Ich kenne das sehr gut und bin davon selbst ab und an betroffen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich deshalb auf diesem Gebiet Expertin bin. Keinesfalls. Schmerzen sind immer ein Alarmsignal vom Körper, dass wir beachten und auch ergründen sollten. Die Ursachen können so unterschiedlich, wie unsere Laufmotivationen sein. Das heißt aber nicht, dass wir an dieser Stelle aufgeben, sondern, dass wir den Gründen auf die Spur kommen sollten.

Wer viel, schnell und regelmäßig läuft stellt beispielsweise eine andere Art von Beeinträchtigung fest, als jemand der gerade erst mit dem Sport begonnen hat. Überlastung, Überforderung, Verkrampfen, unzureichendes Erwärmen, ungenügende Regenerationsphasen und vieles mehr können Faktoren für Unwohlsein und die Grundsteine ernst zu nehmender Erkrankungen werden.

Deshalb mein Rat an alle: „Hört auf die Signale, die euch euer Körper sendet und geht ihnen, gerne auch unter medizinisch fachlicher Begleitung, auf den Grund.“

Tipps für den LaufeinstiegSport soll Freude bringen und eine Bereicherung der eigenen Lebenswelt darstellen, er soll nicht verletzten oder gar Schmerzen bereiten. In all diesen unterschiedlichen Fällen von Knie-, Waden-, Hüft-, Muskulatur- und Gelenkproblemen die auftreten können, ist es für eure eigene Absicherung ratsam, einen Arzt zu konsultieren, sobald die Schmerzen sich zu manifestieren beginnen.

Tipps für den LaufeinstiegFerndiagnosen per Internet und auch Tipps, wie sie in verschiedenen Foren zu finden sind, halte ich persönlich für schwierig. Nur ihr könnt verstehen, was euer Körper euch signalisiert, also solltet ihr es auch sein, die genau hinhören.

Tipps für den LaufeinstiegIch weiß aus eigener Erfahrung, wie ärgerlich es ist, gesundheitsbedingt sportiv pausieren zu müssen. Irgendwann ist man raus. Und das geht leider viel schneller, als einem lieb ist. Zumindestens bei mir war es so. Ein halbes Jahr lang habe ich die Laufschuhe in der Ecke stehen lassen, weil ich erstmal eine andere Baustelle im Visier hatte. Das Resultat, ich hab sportlich abgebaut und körperlich einige Pfunde zugelegt. Nicht unbedingt das, was einen freut. Aber wisst ihr was, das ist nicht so wichtig. In der Relation betrachtet, war ich froh, eine drohende Krankheit besiegt zu haben und nun für mich selbst einen Neuanfang starten zu können. Und so wie es das Wort sagt, musste ich mich neu orientieren, um tatsächlich wieder anfangen zu können.

Tipps für den LaufeinstiegIch musste mich auch erstmal wieder mit mir anfreunden und auch mit einem ich, dass ich längst geglaubt hatte, hinter mir gelassen zu haben. Aber so ist das Leben, auch das gehört dazu. Und Figurprobleme oder mangelnde Fitness sind keine feststehenden Dinge, an denen wir nichts ändern könnten. Es erfordert eben einiges an Kraft, Geduld und Selbstliebe, einerseits wieder zu beginnen für die eigenen Ziele zu kämpfen, aber andererseits auch nicht zu hart mit sich zu sein.

Tipps für den LaufeinstiegKein Trainingsziel, keine Bestzeit, oder auch eingefahrene Routine ist es wert, dass ihr dafür eure Gesundheit riskiert. Wenn euer Körper euch signalisiert, dass etwas nicht funktioniert – und das tut es nicht, wenn ihr Schmerzen habt – dann hört auf euch selbst. Tretet kürzer. Fragt euch, ob ihr genügend schlaft, ob die Ernährung so eingestellt ist, dass sie euch umfassend mit all den wichtigen Mineral- und Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen versorgt, die ihr zum Muskelaufbau und zur Regeneration benötigt. Denkt darüber nach, euch mehr Pausen zu gönnen, euer Laufpensum zu variieren und verzichtet bei Schmerzen gänzlich auf Belastung.

Tipps für den LaufeinstiegIch persönlich erachte es auch als sehr sinnvoll, nicht nur einfach zu laufen, sondern mein Training durch funktionale Übungen zu ergänzen. Stärkt eure Beinmuskulatur mit Squats und Lunges, bringt mit Liegestützen – egal wie wenige es sein mögen – Kraft in Arme und Rumpf, denn wenn der ganze Körper aufgewärmt, aktiv und gestärkt ist, schon bevor ihr die Laufschuhe schnürt, minimiert ihr euer Verletzungsrisiko.

Tipps für den LaufeinstiegNicht ohne Grund gehören auch Dehnübungen zum Laufsport. Es kostet euch nach jedem Run vielleicht 3 Minuten mehr euren Muskeln Entspannung anzubieten, nutzt diese Zeit. Sie hilft, die Regenerationsprozesse des Körpers anzuregen! Und wenn ihr zu zweit seid, tauscht euch aus, helft einander beim Dehnen die korrekten Positionen einzunehmen, haltet die Übungen gemeinsam und nutzt die Zwischenphasen ruhig für ein Pläuschchen.

Tipps für den LaufeinstiegWenn ihr mögt, probiert es doch auch mal mit Yoga oder Pilates. Die Übungen lassen euch geschmeidiger, dehnbarer und flexibler werden, helfen euch zu entspannen und so insgesamt zu entschleunigen und euer Stressniveau zu minimieren. Vielleicht wirkt sich auch dies positiv auf euren Laufstil oder eure Haltung beim Joggen aus. Denn oft wissen wir gar nicht, dass sich beim Rennen auch Fehlhaltungen einschleichen, die man dann nur schwer wieder los wird. Wer neben dem Laufsport auch noch andere sportive Aktivitäten betreibt, stellt den eigenen Körper somit immer wieder vor neue Herausforderungen und Anforderungen und das hält im wahrsten Sinne des Wortes gut auf Trab!

Tipps für den LaufeinstiegIch für meinen Teil freue mich riesig, über das Vertrauen und die Motivation, mit der ihr hier und innerhalb der Community am Sporteln seid und bin sehr stolz darauf, euch auf eurem Weg ein Stückchen begleiten zu dürfen. Aber ich möchte auch ehrlich mit euch sein, wir können nicht all unsere Probleme und teilweise auch Beschwerden durch Laufen hinter uns lassen. Manches schleppen wir schon ewig mit uns herum und es wird uns auch hier zum Straucheln bringen, wenn wir den Tatsachen nicht offen ins Gesicht blicken und sie in Angriff nehmen.

Tipps für den LaufeinstiegGebt euch die Zeit, die ihr braucht. Nehmt euch, was euch gut tut und verzichtet auf das, was euch hindert. Aber, passt auf euch auf. Es geht im Leben nicht um „höher, schneller und weiter“, sondern um Gesundheit, Ganzheitlichkeit und darum, glücklich mit sich und seinen Lieben zu sein.

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In Zusammenarbeit mit Tchibo