Ecover

Das Wollwaschmittel ist auch für empfindliche Stoffe geeignet – man sollte sorgfältig prüfen, ob ein Kleidungsstück wirklich in die chemische Reinigung muss oder ob man es nicht doch selbst waschen kann

Heute möchte ich euch Ecover vorstellen. Ein Unternehmen, dass sich von der Ökologischen Fabrik bis hin zur Pflanzenkläranlage Gedanken um ein sauberes und grünes zu Hause macht.

Wer mich kennt, oder mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich privat seit ca. 2 Jahren zuerst mit Waschnüssen und inzwischen nur noch mit Efeu wasche. Juckreiz als Reaktion auf Waschmittel hat sich seitdem bei mir völlig gegeben und außerdem fällt keinerlei Müll an. Doch natürlich ist mir bewusst, dass nicht jeder Lust dazu hat, Efeu sammeln zu gehen und Sud herzustellen. Deshalb habe ich mich dafür interessiert, was es für Alternativen gibt.

Eine saubere Lösung für alle, die Waschmittel lieber kaufen, statt kochen wollen, bietet Ecover. Eine Marke, von der ich zum ersten Mal auf dem Greenblogger-Meetup hörte.

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Doch zurück zu den generellen Gedanken über Waschmittel: Ein sauberes Image bringt eine Menge Geld. Die Umsätze im Bereich Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel lagen in 2016 bei 4.424,7 Millionen Euro. Die Tendenz für 2017? Steigend.

Die unausgesprochene Frage, ob wir die Zauberfähigkeiten der unzähligen Waschmittelsorten tatsächlich alle benötigen, schwebt irgendwo zwischen Regalreihen voll Erdölplastikcontainern und drehenden Waschmaschinen, die nach dem Öffnen einen stechend sauberen Duft von Frühlingsfrische, Sommerlaune oder Kuschelweich verströmen. Viele Waschmittelhersteller werben mit höchster Strahlkraft, glänzendem Weiß, schwärzestem Schwarz – was auch immer das eigentlich bedeuten soll – und natürlich kleinen Preisen. So klein sind diese Preise übrigens gar nicht mehr, wenn man in Betracht zieht, was an Kosten notwendig ist, um das Wasser zu reinigen und die Folgen der Herstellung in den Griff zu bekommen, deswegen fand ich es schön, mit Ecover auf eine Firma zu treffen die sich tatsächlich jede Menge Gedanken um unsere Umwelt macht.

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Das Unternehmen Ecover

35 Jahre Erfahrung hat Ecover mit der Entwicklung pflanzenbasierter Reinigungsmittel schon gesammelt. Was mich besonders anspricht, ist die Ganzheitlichkeit des Unternehmens. Ökologische Fabriken übernehmen die Herstellung der Produkte und sind dabei vorbildhaft für Ecovers Philosophie:

Im Belgischen Ort Malle steht so eine Öko-Fabrik. Errichtet in Holzbauweise mit Wänden aus Lehmziegeln. Auch über Strom macht man sich hier Gedanken; das Tageslicht in der Halle wird optimal genutzt, so dass die Produktion fast ausschließlich bei natürlichem Tageslicht  erfolgt. Immergrüne Gräser die viel Wasser speichern isolieren das 6.000 m² Dach der Werkshalle auf natürliche Weise und ermöglichen, dass nur an wenigen Wintertagen überhaupt geheizt werden muss. 1990 wurde die Ökologische Fabrik in Malle erbaut – ein Gebäude mit Vorreiter-Rolle, an dem sich viele Unternehmen ein Beispiel nehmen könnten.

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Auch den liebevoll selbst gestrickten Pulli, den mir eine Freundin schenkte, habe ich Ecover anvertraut. Sauber ist er geworden, und wohl scheint er sich auch zu fühlen ;)

Die Ecover Produkte

Die Produkte selbst bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen auf pflanzlicher Basis und Mineralien und sind umweltverträglich. Sogar für Pflanzenkläranlagen sind Spülmittel von Ecover geeignet, denn sie enthalten weder Farbstoffe, noch optische Aufheller oder Schaumverstärker. Die Plastik-Verpackung besteht  zu 75% aus erdölfreiem Bioplastik, das aus Zuckerrohr hergestellt wird und zu 15% aus recycletem Plastik. Die Pappverpackungen werden aus bereits recycleter Pappe hergestellt. Das grüne Unternehmen betreibt selbst aktive Forschung um stets auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit weiter zu gehen. Im Rahmen dieser Nachforschungen entwickelten sie in 2009 die ersten Bio-Tenside: Hautfreundliche waschaktive Substanzen, die aus heimischem Rapsöl hergestellt werden.

Ecover ist sehr transparent und gibt sogar offen an, dass sie für einige Inhaltsstoffe einen Test an Wasserflöhen durchführen mussten, statt sich einfach mit pflanzlichen Inhaltsstoffen zu rühmen, wie es im Green-Washing Bereich gern üblich ist. Die Marke forscht daran, zulässige Testmethoden für alle Inhaltsstoffe zu entwickeln, damit auch nach der REACH-Verordnung keine Tests an Wasserflöhen mehr stattfinden müssen. Zusätzlich gibt Ecover an, dass ihre Handseifen so lange nicht in China verkauft werden, bis die dortige Vorschrift für Tierversuche an Körperpflegemitteln aufgelöst wurde.

Eine sehr konsequente Marke, auf deren Website man tatsächlich als Kunde nicht nur einen netten Verkaufstext, sondern echte Informationen erhält – Daumen Hoch für so viel Transparenz!

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Der Fleckentfernter hat sich das Leo-Kissen gekrallt – wehe es ist einfarbig, wenn ich heimkomme!

Mein Ecover Fazit

Meine persönliche Einschätzung zu Ecover: Die Waschmittel waschen gut und sauber, sie sind ziemlich geruchsneutral, was ich sehr angenehm finde, da ich durch mein Efeu-Waschen überhaupt keine künstlichen Waschmittel-Gerüche mehr gewohnt bin und diese auch nicht angenehm finde.

Das Geschirrspülmittel und der Klarspüler sind ebenfalls geruchlich neutral und Waschen sauber, wenn auch nicht ganz so kalkfrei, wie die herkömmlichen Chemiebomben – allerdings finde ich auch nicht, dass es dramatisch ist über ein Glas nochmal drüber zu polieren, wenn es nicht streifenfrei aus dem Geschirrspüler kommt, wenn ich dafür einen Giftcocktail aus meinem Spüli ins Abwasser leite.

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Nicht 100% streifenfrei, dafür aber umweltverträglich. Eine klare Priorität, finde ich!

Den Fleckentferner habe ich bisher mangels Flecken noch nicht ausprobiert – da ich mich aber weiterhin gern mit der Marke beschäftigen möchte, bleibt er einfach so lange im Schrank, bis sich ein passender Fleck ergibt und ich erstatte euch dann Bericht ;)

EcoverMein Fazit insgesamt? Ecover ist ein sehr transparentes und zukunftsweisendes Unternehmen, dass es verdient hat im Auge behalten zu werden. Meinen efeulosen Freunden werde ich es sofort empfehlen und danach selbst zurück in den Garten gehen und Blatt für Blatt sammeln und auskochen, denn nachhaltiger wird’s nicht – und das würde auch Ecover so sehen.

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