museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Urlaub im Fläming – für viele ein absolut leistbarer Traum, der unglaublich viel zu bieten hat! Das Museumsdorf Baruther Glashütte befindet sich gerade einmal 60 Auto- oder Zug-Minuten entfernt von unserer Hauptstadt Berlin und hat unglaublich viele Aktivitäten für Herz, Hände und Hirn zu bieten. Und das Beste: für die meisten Berliner ist es fast direkt vor der Tür!

So viel Spannendes soll es in Brandenburg geben? Das fragte ich mich auch, als uns vom Tourismusverband Fläming e.V. eine Einladung erreichte, die Region Fläming einmal näher kennen zu lernen. Als Neu-Berlinerin wohne ich noch nicht so lange in der Nähe von diesem Gebiet und kannte den Fläming abgesehen vom Namen tatsächlich gar nicht. Deswegen hab’ ich mir den Flow geschnappt und das Museumsdorf Baruther Glashütte besucht.

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Das Museumsdorf Baruther Glashütte

Gelegen in der brandenburgischen Region Fläming, ist das Museumsdorf Glashütte Ausflugsort, Atemberuhiger, Kreativwerkstatt, zu Hause und Horizonterweiterung in einem.

Das ganz Besondere an diesem Museumsdorf ist, dass hier nicht nur Altes aufgereiht neben Älterem steht um die Historie am Leben zu erhalten – sondern, dass hier eine Dorfgemeinschaft zusammen tritt, die mit Hand und Herz all das angeht, was ein Museum erfahrbar und nahbar macht. Hier wird gelebt, gefeiert, gelacht, gewerkelt, getanzt und geliebt, denn im Dorf wohnen um die 50 Glashütter, deren Gastfreundlichkeit und Liebe zu ihrem Museumsdorf wir hautnah erleben durften.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wer in Glashütte lebt, der trägt etwas bei – man findet hier ein richtiges Dorf, voll spannender Menschen, die erhalten, was Glashütte einst war: Ein berühmter Glasmacher-Ort. Hier kann man Schmieden, Weben, Filzen, Färben, Schmuck herstellen, Brotbacken, Töpfern, Wein verkosten und noch so viel mehr – und natürlich wird auch immer noch Glas gemacht!

Glas ist der Zauber gefrorenen Lichtes – Wilhelm Wagenfeld, Pionier des Industriedesigns

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-991861 wurde aus dem glasmachenden Dörfchen eine staatliche Fabrik, die besonders für ihre Leuchtmittelherstellung bekannt war: Hier wurden Lampen gemacht. Bis heute sind Sonderanfertigungen ein beliebtes Produkt des ortsansässigen Glasmachers. Viele spezielle Lampen werden hier gefertigt und auch hunderte Türgriffe aus Glas hat er schonmal für ein ganzes Hotel gemacht. Weil das Dorf Glashütte sein Glas in alle Welt vertrieb, konnten einfache Bürger hier zu hohem Ansehen aufsteigen. Glashütte galt als ein Ort, an dem man zu Reichtum gelangen konnte.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Die Häuser der Arbeiter stehen seit dem Jahre 1983 unter Denkmalschutz und sind leider nicht mehr vollständig erhalten. Zwei Häuser fehlen heutzutage. Zur Erinnerung an diese Häuser könnt ihr zwei Skulpturen finden, die darauf aufmerksam machen, wo sie standen – schickt uns doch mal ein Bild, wenn ihr erfolgreich auf der Suche wart! :)

Im Gegensatz zu den meisten anderen Dörfern, deren wichtigste Einnahmequelle die wetterabhängige Landwirtschaft war, fanden sich statt Feldern rund um Glashütte große Stapel an Holz, das man aus dem umliegenden Waldgebiet schlug.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Holz war ein sehr wichtiger Rohstoff für das Glasmachen, denn es wurde zu Pottasche verbrannt, welche für das Herstellen von Glas unabdinglich war. Glas besteht zum Großteil aus geschmolzenem Sand – das wissen die meisten noch aus der Schule – aber habt ihr auch gelernt, dass dieser Sand für die Farbe des Glases verantwortlich ist? Ich hatte darüber tatsächlich zuvor nicht nachgedacht und weiß jetzt: Das Glashütter-Glas wurde erst durch Zusatzstoffe hell, denn durch den Eisenoxid-haltigen Sand, bildete sich eine grüne Farbe heraus.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auf der allerersten Weltausstellung wurde eifrig das Baruther Milchglas beworben und später in alle Welt geliefert, sogar das Heimatland des lieben Fotografen Greg, den wir auf der Reise kennen lernten – Kanada – kannte die Baruther Glashütte für ihre Qualität! Was ein bisschen gruselig ist: Das Glas wurde weiß, weil man gemahlende Schafsknochen hinzufügte – heutzutage ist das allerdings nicht mehr so.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auch Kinderarbeit war zu dieser Zeit noch völlig normal, so waren die Mädchen für Schleiferei und Glasverpackung zuständig, während die Jungen in allen anderen Bereichen des Glasgeschäftes ihr Bestes gaben. Doch das Leben sollte nicht nur aus Arbeit bestehen: Schon früh hatte man in Glashütte den Stellenwert von Bildung erkannt und legte Wert auf guten Unterricht. In der ehemaligen Alten Schule unterrichtete der Lehrer nämlich bis zu 90 Kinder gleichzeitig, denn es gab nur eine einzige Klasse!

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Schmieden, Glasmachen & Co. – Was man im Museumsdorf Glashütte unternehmen kann

Uhren gibt’s hier nicht – da müsst ihr schon in eine andere Stadt mit demselben Namen fahren. ;) Aber dafür könnt ihr hier mit so vielen handwerklichen Tipps nach Hause gehen, dass jeder, den ihr kennt, mindestens von einer eurer neuen Fähigkeiten beeindruckt sein wird! Ein kleine Übersicht über die handwerklichen Kurse in Glashütte findet ihr hier. Wenn ich das nächste Mal da bin, dann möchte ich unbedingt Seife gießen, das interessiert mich privat einfach sehr!

Wir haben uns in der Baruther Glashütte im Schmieden, Glasmachen, Schmuckdesignen, Brot backen und Shibori versucht und tragen die Ergebnisse stolz nach Hause.

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Die Schmiede – Unser ganz persönliches DIY Highlight

Bei 1200 Grad wird ein Messer geschmiedet. Zugegebener Maßen bin ich ziemlich ehrfürchtig, als ich den Schmied da so vor seinem Feuerchen stehen sehe. Die Metallstäbe glühen und der Schmied ist offen für alle Fragen. Wer hier die Ohren spitzt, der kann viel neues Wissen mit nach Hause nehmen!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Einige Runden schweißtreibende Schläge später sieht mein Messer ehrlich gesagt eher aus, wie eine platte Wurst an einem viereckigen Metallstock. “Dauert alles noch ’n Bisschen.” erklärt der Schmied. Stimmt wohl – nicht so ungeduldig. Wusstet ihr übrigens, dass Ambosse fleißig weiter vererbt werden? Dieser hier hat schon 300 geduldige Jahre auf seinem eisernen Buckel!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Als nächster Schritt ist der Griff dran. Glühend heiß wird das Messer eingespannt um einen gedrehten Griff zu formen. Mit 3 kräftigen Umdrehungen seid ihr schon fertig! Mein Tipp: Dreht schön gerade, damit ihr keine Hilfe vom Schmied braucht um euer schiefes Messer-Kunstwerk wieder hinbiegen zu lassen.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Nun gibt es noch Schleifhilfe vom Profi, damit meine Wurst mit Griff dann auch wirklich zum Buttermesser wird. Aufgeregt versammeln wir uns vor der Schmiede, denn für den Funkenflug werden wir Stadtmäuse mit unseren Kameras dann doch lieber nach draußen gebeten.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Stolz dürfen wir unsere Messer mit nach Hause nehmen und fortan unsere Brötchen damit jeden Morgen beglücken. Ich freu mich drauf, denn diese Erinnerungen bleiben für immer!

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Brot Backen im alten Ofen

Wer gerne mehr über das Handwerk des Brotbackens wissen möchte, der ist beim erfahrenen Backprofi Herrn Reuner im Dorf gut aufgehoben. Die ganze Familie Reuner ist in Glashütte und der der Umgebung übrigens für ihre kulinarischen Zaubereien und die Gastfreundlichkeit beliebt und kennt sich mit leckerem Essen aus.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Damit der Backkurs vor allem Spaß macht, hat der Bäcker sich höchstpersönlich eine entspannte Lösung einfallen lassen: Das Übungs-Brot wird für die Hoftiere gebacken und deswegen ist es nicht wichtig, die sehr strengen Hygiene-Vorschriften einzuhalten, die bei absoluten Backanfängern doch eher den Spaß hemmen würden. Finden wir praktisch, denn entspannt draußen mit unseren bloßen Händen zu kneten macht doch einfach den allergrößten Spaß!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wer sich jetzt fragt, ob man denn gar kein Brot mitnehmen darf, den können wir beruhigen – natürlich gibt’s ein leckeres Dunkles mit nach Hause. Aber ganz ehrlich – bei uns hat das Brot nur einen Tag überlebt – wir haben es nämlich sofort aufgegessen.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Nebenbei gibt es jede Menge interessante Fakten, wie zum Beispiel, dass so ein Sauerteig gut 50! Jahre alt werden kann und dass Malz dafür sorgt, dass das Brot eine schöne dunkle Farbe annimmt. Ganz wichtig ist übrigens, dass ihr Sauerteig niemals roh essen und auch niemals roh an Tiere verfüttern dürft, da gibts dann nämlich einen ganz unschön verstimmten Magen.

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Spannend: Damit das Brot auch mit einer schönen unverbrannten Kruste aus dem Ofen kommt, muss der Ofen vorbereitet werden: Erst wird mit dem Holzschieber die Kohle nach hinten weggeschoben (oben im Bild) und danach wird mit einem nassen Tuch, dass an einem Stock angebracht ist der Ofen nass ausgewischt. „Aufpassen – hier verliert der ungeübte Bäcker schonmal eine Augenbraue“ sagt der Bäckermeister „ist bisschen heiß am Ofen…“

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Kreativ-Kurse – wir entdecken Shibori und Schmuckdesign

Damit nicht nur das Bäuchlein gefüllt und die Muskeln gestählt werden, sondern auch alle kreativen Sinne geschärft bleiben, durften wir uns einen Kurs aussuchen! Flow wickelte, tauchte und trocknete beim Shibori im Hüttenwerk ein schickes wie praktisches Küchenhandtuch für unser zu Hause, während ich mich an die Glasperlen wagte.

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museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99In der gleichen Zeit darf ich mich im ehemaligen Glaspackschuppen des Dorfes ans Werk machen und gemeinsam mit Katha und Lisa jeweils ein eigenes Armband gestalten. Wir haben die Möglichkeit zwischen vielen verschiedenen Perlen zu wählen und Designerin Gabriele Klose erklärt uns, auf welche unterschiedlichen Arten man Armbänder mit Perlen machen kann. Mir fiel natürlich erstmal die Hälfte herunter, aber ich sammelte geduldig alles wieder auf. „Nicht schlimm, eine Perle sucht man immer!“ lachte Gabriele.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Ich entscheide mich für eine ganz einfache Mischung aus grauen Glasperlen und kleinen rosafarbenen Perlen als Trenner dazwischen. Was ich besonders perfekt finde: Endlich mal die Möglichkeit zu haben, das Armband auf die passende Größe für mein dünnes Ärmchen zu bringen – denn normalerweise passt mir Armschmuck nie, weil mein Arm einfach zu dünn ist. Ich bin happy und habe das Schmuckstück seitdem fast jeden Tag getragen! 

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Glasmachen für Anfänger – Die Blumen-Bewässerungskugel

Es wäre zwar ein bisschen übertrieben zu behaupten, dass wir aus Glashütte als Glasexperten nach Hause gekommen sind, aber gelernt haben wir auf jeden Fall viel. Unter anderem, dass im Ofen des Glasmachers ganze 1200 Grad herrschen – ähnlich wie auch schon beim Schmieden heißt es hier: Auf die Finger aufpassen und sich immer nur dort bewegen, wo der Meister es euch erlaubt. Sicherheit geht immer vor.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Flow bekommt Hilfe vom Glasmacher, der ihm das Glas vorbereitet und erklärt, wie er in die Röhre pusten muss, um die Kugel zu erzeugen, in die man später Wasser füllen kann, um Pflanzen zu bewässern. Dieser Kurs ist übrigens auch für Kinder geeignet: Auch kleine Leute können große Kugeln pusten – fragt hierzu einfach mal beim Glasmacher nach.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Ganz schön warm ist es in der Glashütte und auch ziemlich spannend, denn die Glasprofis legen für uns nochmal richtig los und zeigen uns, wie man eine kunstvolle Schüssel und ein gläsernes Pferdchen herstellt. 

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Die Leute aus dem Museumsdorf Baruther Glashütte

Ich habe schon lange nicht mehr so einen lieben, aufgeschlossenen und lustigen Dorfabend erlebt, wie diesen. Mit Stockbrot, Selbstgemachtem und Dorfgeschichten verbrachten wir den Schönsten unserer drei Abende in Glashütte. Niemand gab uns das Gefühl hier fremd zu sein – ganz im Gegenteil: Mit offenen Armen wurden wir empfangen und mit einem Buffet bewirtschaftet, dass so lecker aus den selbst gemachten Spezialitäten der Dorfbewohner zusammen getragen wurde, wie es kein 5 Sterne Hotel je bieten könnte.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Während langsam die Sonne unterging, beköstigten uns die Glashütter mit ihrem Essen, erheiterten uns mit ihren Geschichten und berührten uns mit ihrer Gastfreundschaft. Dieser Abend, diese Stimmung, diese Herzlichkeit drückte für mich ganz genau aus, wie ich Glashütte empfunden habe. An diesem Ort war ich nicht nur als Tourist willkommen geheißen worden, sondern habe mich mit jeder Sekunde mehr eingeladen gefühlt, als Freund zurückzukehren. Ich bin dankbar für diese Gastfreundschaft und die Erfahrung, dass es das wirklich noch gibt – so ein Heimatgefühl, das bleibt, auch wenn man längst wieder gegangen ist.

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Schmausen, Schlemmen und Genießen im Museumsdorf Glashütte

Hungern und Dursten mussten wir in Glashütte ganz sicher nicht, denn wir wurden liebevoll bewirtet und mit Köstlichkeiten versorgt! Wir probierten Wein, schlemmten Süßes und frühstückten in der Töpferei, die extra für uns morgens aufmachte.

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Weinprobe und Frühstück im Wein Salon

Wer es sich gern bei einem Weinchen gut gehen lässt, der ist im Weinsalon der Baruther Glashütte bestens aufgehoben. Hier kann man nicht nur bei einer Weinprobe alle Fragen stellen, die man schon immer hatte, sondern auch ganz viel Herzlichkeit von den Betreibern mitnehmen.

Die Beiden haben lange als Entwicklungshelfer gearbeitet und viel von der Welt gesehen. Dabei haben sie auch viel lokalen Wein in anderen Ländern kennen und lieben gelernt. So kommt es, dass hier zum Beispiel Weine aus der Republik Moldau zu finden sind, die man sonst kaum irgendwo bekommt.

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Aufwändig saniert – bei der Weinprobe bekommen wir auch das selbstgemachte Modell des Weinsalons zu sehen, dass vor der Renovierung des alten Häuschens angefertigt wurde.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wir stoßen an und lassen es uns schmecken. Mir schmeckt der Johanniter am besten – ein weißer Wein aus der Region. Dieser Wein darf auch mit nach Berlin kommen – am Abreisetag kaufe ich mir eine Flasche als Erinnerung an die schöne Zeit in der Baruther Glashütte.

Wusstet ihr, dass man als Privatperson bis zu 99 Weinreben haben kann, damit es noch als privater Gebrauch gilt? Das klingt zwar erstmal viel, aber es kommen nur etwa 60 Liter Wein dabei heraus – ein großes Fest darf es also sein, aber für den Handel ist das dann doch etwas zu wenig. In Baruth – also dem Bereich in Brandenburg, in dem die Gashütte liegt – wurden in diesem Jahr 2017 bereits über 2000 Liter Wein hergestellt.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Ich persönlich bin außerdem sehr neugierig auf den Baruther Weinberg, den wir leider nicht besichtigt haben – man kann einfach nicht alles schaffen! Aber da ich nur eine Stunde entfernt wohne, bin ich sicher, dass ich mir die örtlichen Weinreben doch bald einmal genauer ansehen werde!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auch Frühstücken ist hier möglich – dafür meldet ihr euch ganz einfach vorher an und schon könnt ihr euch auf ein leckeres Menü mit frischen Zutaten aus der Region freuen. Ein kleiner Geheimtipp für alle, die vom digitalen Leben auch im Urlaub nicht loslassen wollen: Im Weinsalon ist der beste WLAN-Empfang des Dorfes!

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Kalte weiße Schokolade und Limetten-Kuchen-Liebe im Schoko-Café Albertine

Schon als als ich den Kuchenliebhaber und Schokoexperten Mathias und seine Familie beim Dorf-Abend kennen lernte, war ich gespannt auf den Besuch in der Albertine. Mit viel Liebe werden hier leckerer hausgemachter Kuchen und Kaffee aus verschiedenen Nationen angeboten.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Über einen simplen Streuselkuchen, wie ich ihn vielleicht sogar noch selbst hinbekommen könnte, geht das Schmausen in der Albertine allerdings weit hinaus. Ich habe mich ganz besonders in eine Tarte mit Limette und weißer Schokolade verliebt und dazu das Geheimrezept der Albertine probieren dürfen: Kalte weiße Schokolade zum Trinken. Cremig und himmlisch!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Achtung an alle, die wie ich nicht so gut mit Milch zurecht kommen – die Albertine ist verführerisch. Bei mir waren die Augen wohl etwas größer, als die Toleranz meines Bäuchleins, aber das hatte so ganz und gar nichts mit der Albertine zu tun. Hier gibt es nämlich auch Angebote die weniger gefährlich für milchabgeneigte Mägen sind! ;)

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Flow, der Glückliche, verträgt ja nahezu immer alles, was er isst, bestens und hat nicht nur eifrig die Leckereien vom Teller in sich hinein geschaufelt, sondern auch einen indischen Kaffee geschlürft. Ich selbst bin überhaupt keine Kaffee-Kennerin und habe mal den Flow nach einer Beschreibung gefragt: „Der Kaffee war sehr mild und fruchtig, er hat mich fast an Tee erinnert.“

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Frühstück in der Töpferei

In der Töpferei gibt es neben schickem Porzellan nicht nur den Ausblick auf die Gärtnerei, sondern auch Kaffee für eine schöne Tagespause. Das leckere Frühstück, dass uns kredenzt wurde, gibt es normalerweise aber nicht. Eigentlich schade, denn der Schmaus war nicht nur lecker, sondern auch hübsch bunt angerichtet – und wo, wenn nicht beim ausgiebigen Frühstück, lässt sich so gut das schöne Porzellan testen, in das sich Tobi, der Backexperte unserer Runde, direkt verliebt hat.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Da ich selbst am allerliebsten vom Getöpferten meiner eigenen Omi leckeres Essen schnabuliere, finde ich es immer besonders schön, wenn man zu dem Teller auch noch das Gesicht kennt, dass diesen Teller gemacht hat. 

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Ausflugstipps rund um das Museumsdorf

Im Fläming kann man so viel erleben, dass es kaum alles in einen Beitrag passt – kaum zu glauben, dass wir gerade einmal 3 Nächte und 4 Tage vor Ort waren und so viel ausprobiert, gelacht und gelernt haben! Rund um das Museumsdorf Baruther Glashütte gibt es Raum für jede Menge tolle Unternehmungen.

Unser allergrößtes Highlight war ein Besuch der ehemaligen Offiziersstadt Wünsdorf-Waldstadt. Ein echter Lost Place, der Kaiserzeit, Naziregime und Sowjetzeit überdauerte und nun mit Hilfe von go2know zur Besichtigung bereit steht. Dieser Ort hat uns so fasziniert und so oft den Auslöser drücken lassen, dass er einen eigenen Beitrag verdient hat, den ihr hier bald finden werdet.

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Weltweit einzigartig – die Scheunenwindmühle in Saalow

Diese Windmühle ist die einzige ihrer Art. In Saalow kann man eine Scheunenwindmühle besichtigen, deren Windräder direkt im Gebäude verbaut sind. Was noch so besonders an der Mühle ist? Ihr Mahlstein war oben im Gebäude. Da solch eine Bauweise für das Mehl-Machen einfach nicht sonderlich ertragreich war, hat sie sich bis heute nicht durchgesetzt.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Die Windmühle in Saalow gibt es in solch gutem Zustand nur deswegen, weil sie – eigentlich in Dresden erbaut – Ende des 19. Jahrhunderts als Museumsstück auseinander gebaut und in Moritzburg eingelagert wurde. In den 1990er Jahren hat man die Mühle nach Brandenburg geschafft und hier neu aufgebaut. Die Mühle ist von der Bauweise der Mühlenräder her in ähnlicher Weise angeordnet, wie eine klassische Weihnachtspyramide. Durch eine herausnehmbare Klappe in der hölzernen Halterung des Rades konnten defekte Blätter ausgetauscht werden.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Das Mühlrad hatte eine Handbremse, denn bei starkem Wind konnte es tatsächlich vorkommen, dass durch die starke Drehung des Rades das Gebäude beschädigt wurde.

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Bildhauen lernen im Bildhauerbahnhof Sperenberg

Bei den beiden lustigen Holländern, die den Bildhauer-Bahnhof  betreiben, bleibt kein Stein lange unbehauen. Hier gibt es jede Menge Kurse und sogar Besonderheiten, wie das Bronze-Gießen, dass man nur an wenigen Orten in Deutschland machen kann.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wir dürfen uns im ehemaligen Bahnhof umsehen, der direkt an der Draisinen Strecke der Erlebnisbahn liegt. Hier gibt es jede Menge Künstlerisches zu entdecken und auch für den Bildhauer-Bedarf ist alles in Hülle und Fülle vorhanden.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wer sich ein Zimmerchen mieten will, kann das entweder im Bahnhofsgebäude tun, oder direkt im Skulpturen-Garten eine der Hütten beziehen. Jede Menge Sinn für Humor merkt man auch hier, denn in einer Hütte liegt doch glatt der böse Wolf als Skulptur im Bett und wartet auf das Rotkäppchen!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Wir bearbeiten einen Kalkstein und schaben, meißeln und raspeln wild drauf los. Da ich nicht gerade für mein künstlerisches Geschick bekannt bin, versuche ich einfach Spaß zu haben und beschließe, was auch immer ich produziere hinterher ganz einfach als „Kunst“ zu bezeichnen – das klappt ja immer irgendwie. ;)

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Viel Spannender finde ich den Speckstein, den wir ebenfalls bearbeiten dürfen – statt ihn glatt zu schleifen lasse ich den Stein relativ rau und kantig und bitte darum, ein Loch in den Stein gebohrt zu bekommen. Mein Ziel? Einen selbstgemachten Räucherstäbchenhalter mit nach Hause nehmen – einfach und auch nicht wirklich künstlerisch wertvoll. Dafür aber etwas, das mir eine große Freude macht!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Flow versucht sich in der Zwischenzeit an einer dekorativen Katze, die immerhin irgendwie nach Tier ausschaut und jetzt auf unserem Fensterbrett steht. Bildhauer werden wir wohl beide nicht mehr, aber es hat jede Menge Spaß gemacht, es wenigstens zu versuchen!

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Tief Durchatmen beim Spaziergang durch die Arbeitergärten und den Naturlehrpfad

Wer Lust hat mal eine Runde durch sattes Grün, flatternde Zitronenfalter und summende Bienchen zu wandern, der kann dem ausgeschilderten Naturlehrpfad rund um die Baruther Glashütte folgen, in den nahe gelegenen Wald wandern oder einfach mal nur ganz tief die Augen schließen und Einatmen.

Die ehemaligen Arbeitergärten liegen ruhig und grün da und strahlen irgendwie Zufriedenheit auf mich aus. Vielleicht liegt das in ihrer Geschichte begründet, denn früher hatten die Arbeiter in Glashütte es verhältnismäßig gut und bekamen neben den fruchtbaren Gärten einen regelmäßigen Zugang zu Kohle und Nutztieren wie Ziegen oder Schweinen. Ein wahrer Luxus in einer Zeit, in der es nicht selbstverständlich war, stets genug zum Leben zu haben.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auch heute gibt es in Glashütte noch viele Hühnchen, Kühe, Schafe und Co. – auch die Ziege Sukie hat uns herzlich begrüßt. Sie ist schon recht alt und darf deswegen mit auf die Kräuterwanderungen kommen, damit das Ziegen-Leben spannend bleibt.

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Hier summen die Bienen und finden in der Umgebung mehr als genug Blüten.

Die Gärten liegen auf einem trockengelegten Urstromtal-Gebiet. Durch die menschliche Trockenlegung verschwanden Arten wie der Eisvogel zunächst aus diesem Lebensraum, werden jedoch heute wieder angesiedelt. Auch um andere Arten wie den Fischotter und die Wasserfledermaus kümmert man sich und versucht ihnen das Leben im einst von Menschen trocken gelegten Tal wieder schöner zu gestalten.

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Aktiv auf 40 Kilometern Draisinen-Strecke

Wer gerne aktiv wird, dem können wir eine Fahrt mit der Draisine empfehlen. Ein bisschen Armkraft solltet ihr dafür schon mitbringen, aber auch wer kein Sportler ist, kann das gute Stück auf den Schienen bewegen.

Wichtig ist, dass ihr nicht unterschätzt, dass hier die ganze Zeit körperliche Aktivität notwendig ist – die Draisine fährt nicht von allein weiter, wenn ihr nicht mehr könnt. Niemand möchte gern den Verkehr blockieren; deswegen plant ihr am besten eure Strecke und alle Haltepunkte vorher ganz realistisch und nehmt euch nicht zu viel vor.

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Warnweste an und los geht es: An den Übergängen müsst ihr aufpassen, damit die Autos mitbekommen: Achtung, hier kommen wir! Stellt euch dafür mit Warnweste gut sichtbar auf und signalisiert – bitte warten!!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99 Wir haben selten so viel gelacht und besonders als Lisa den Autofahrern lauthals: “STOP – in the naaaame of looove!” entgegen schmetterte, hat sich wohl kein Auto mehr vorbei getraut. ;) So eine Fahrt macht einfach Spaß und schweißt zusammen! Und weil man beim Draisine fahren ganz schön Hunger bekommt, haben wir direkt am Bahnhof Rehagen angehalten und die leckere deutsch-französische Küche entdeckt.

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Schlafen im alten Eisenbahn-Waggon

Was wir beim Bahnhof Rehagen außer dem leckeren Mittag noch entdeckt haben, war eine ganz besondere Schlafmöglichkeit:

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auf dem Gelände des Bahnhof Rehagen befinden sich alte Schlafwaggons, die früher mal für die Transsibirische Eisenbahn erbaut – aber nie bezahlt und abgeholt wurden. Heute kann man darin nächtigen und sich eine Portion echtes Eisenbahn-Gefühl holen!

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Nur fahren, das tun die alten Waggons natürlich nicht mehr, aber sie stehen fest an Ort und Stelle und scheinen direkt darauf zu Warten, dass wir mal vorbei schauen, um sie zu besuchen!

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Frühstück, Tanz und Kunstgeschehen im Alten Bahnhof

Liebevoll restauriert findet ihr mitten im Fläming den Bahnhof Klasdorf. Wir hatten die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Frühstück mit unserer ganzen Gruppe Fragen in die Besitzer zu stellen und haben erfahren, dass hier nicht nur Tangoworkshops mitten im grünen Nirgendwo von Brandenburg stattfinden, sondern auch erfolgreiche Konzertabende wie beispielsweise der Jazz Express – zu dem Liebhaber extra anreisen.

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„Besonders Leute, die aus den Städten hier raus gezogen sind, kommen gern – hier passiert so viel Kultur!“ verraten die Veranstalter uns und erzählen auf ein paar Nachfragen hin, wie sie selbst einfach aktiv das Zepter in die Hand genommen haben um alle Nationalitäten aus der Umgebung zu tollen Musikabenden zusammen zu bringen: „Wir haben ja hier ein Flüchtlingsheim – mitten im Wald. Da passiert natürlich nicht so viel mit der Integration, wenn ganz viele Kilometer rund herum nur Wald ist. Aber wir haben uns gedacht, dass da bestimmt ganz viele tolle Leute dabei sind und einfach mal mithilfe von Google Übersetzung unsere Flyer dort in verschiedenen Sprachen aufgehängt. Plötzlich standen sie da und haben gesungen, getanzt und musiziert – es sind so viele gekommen, auch viele Jugendliche – und wie die singen können, unglaublich!“

museumsdorf-baruther-glashuette-brandenburg-urlaub-travelblogger-99Auch ein eigenes kleines Festival ist zusätzlich zu den regelmäßigen Musikveranstaltungen geplant, und im auch Winter gibt es immer wieder offene Bühnen-Sessions, wo ganz verschiedene Charaktere aufeinander treffen. Hier holt auch schonmal ein junges Mädchen ihre Blockflöte unter dem Pulli raus und fängt einfach an zu spielen. „Das ist schon nochmal spannender und lustiger, als in vielen großen Städten, wo sich zu den freien offenen Sessions meistens irgendwann dann doch nur die Experten treffen und man sich als Hobbymusiker gar nicht so richtig traut, mitzumachen. Hier darf jeder, der Lust und Zeit mitbringt auch wirklich loslegen.“

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Warum ich wiederkommen werde:

Wer die Berliner Luft und Großstadthektik manchmal satt hat, der wird den Fläming ganz besonders für die Ruhe lieben mit der Dinge hier durchgeführt werden. Es soll ja gut werden, was man anfängt und nicht nur schnell gehen! Ich für meinen Teil habe aus dem Fläming und besonders der Baruther Glashütte vor allem ein volles Herz mitgenommen, das sich noch lange an das Tanzen mit Lisa, Katha, Laura und Lu im Regen, rosafarbene Sonnenuntergänge und ganz viel handwerkliches Geschick erinnern wird. Ich danke dem Tourismusverband Fläming e.V. für die Einladung und die tolle Zeit – wer weiß, ob ich ohne euch darauf gekommen wäre, dass nur eine Stunde entfernt so viel zu erleben ist!

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In der Gärtnerei gibt es viel Grünes zu sehen.

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Diese alte Eiche ist zum Symbol des Dorfes geworden – hier wird dem ehemaligen Förster Ernst Bosdorf gedacht, nach dem die Eiche auch „Bosdorf-Eiche“ genannt wird.

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Diese kunterbunten Pantoffeln gibt es im Weinsalon.

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Die Schaukeln habe ich gleich als Erstes gefunden ;)

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Bei der Museumsführung kriegen wir einen Einblick in die Dorfgeschichte – vom Museumsleiter höchstpersönlich.

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Lisa stoppt die Autos damit unsere Draisine durchfahren kann.

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Diese Jurte stammt aus der Mongolei.

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Von innen kann man den Himmel sehen.

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Hier haben wir gewohnt.

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Das Töpferei-Café.

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Der alte Kater hat nur ein Auge – na und? In Glashütte nehmen sie einen einfach so, wie man ist :)

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Abends am Feuer gab es Stockbrot :)

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Nun aber schnell – bei dem Sonnenuntergang wollen Greg und Lu schöne Bilder einfangen.

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Hier gibt es auch regelmäßig Kunst-Ausstellungen zu sehen.

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Die Leinen haben wir völlig verpasst – vielleicht nächstes Mal?

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Aus diesem Sand entsteht Glas!

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Wer Bienen und Blumen mag ist hier genau richtig!

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Ein Blick in den Glasmacher-Schuppen.

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Ein kleines Traumhaus!

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psst…ich hab mich versteckt!

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Typische Schreiberlings-Meute: „EIN REGENBOGEN“ – und alle laufen sofort raus und machen Bilder.

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Beim Schmied geht es tatkräftig zur Sache.

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Hmm, was macht denn der Staubsauger hier? Der wollte wohl auch mal raus aufs Land? :D

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„Alle Gläser mit Farbeinschlüssen werden immer von Menschen gemacht, auch in der heutigen modernen Zeit.“ erklärt uns der Glasmacher.

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Auf Wiedersehen Glashütte, es war schön!

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