Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeEnde der 90er erfasste der Begriff des Ökotourismus den Reisemarkt wie eine große Welle. Damals kam in Mode, was auch heute noch Gang und Gäbe ist: Geld an eine Charity-Organisation zu geben und im Gegenzug ein Label auf die eigene Fahne schreiben zu dürfen.

G Adventures Gründer Bruce Poon Tip wollte mehr als das. Der Prozess der großen Charities dauerte ihm zu lange. Zu komplizierte Anträge, zu lange Entscheidungswege, zu viel Geld, das inmitten des riesigen Organisationsapparates verloren ging. Er beschloss sein eigenes Non-Profit zu gründen, machte Pläne, grübelte nach – und wurde von allen Seiten ausgelacht.

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Vom Luftschloss zum handfesten Erfolg – Die Gründung der Non-Profit Organisation Planeterra

Die Idee eine Non-Profit-Organisation von Seiten eines For-Profit Unternehmens zu gründen, schien allen, denen Bruce Poon Tip davon erzählte, schlichtweg unmöglich. Doch er selbst glaubte an seine Idee.

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To improve people’s lives by creating and supporting social enterprises that bring underserved communities into the tourism value chain. – Selbstbeschreibung von Planeterra

To improve people’s lives by creating and supporting social enterprises that bring underserved communities into the tourism value chain. - Selbstbeschreibung von PlaneterraSchon mit G Adventures hatte er bewiesen, dass es durch persönliches Engagement möglich ist, vor Ort wirklich etwas zu bewegen. Bruce setzte seine Prioritäten von Anfang an ganz klar: Wer nachhaltig reist, dessen Geld soll auch tatsächlich vor Ort ankommen – und bleiben. Von Anfang an baute er mit G Adventures ein Netzwerk von Menschen aus aller Welt auf, die ihre eigenen stabilen Unternehmen dank des Geldes ins Leben rufen konnten, das durch den Handel mit den Reisenden erwirtschaftet wurde.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeEgal ob Taxifahrer, Pensionsbetreiber, Bergführer oder Koch – wer von G Adventures profitiert, hält sein Geld im eigenen Land und stärkt damit die lokale Wirtschaft. Ein großer Unterschied zu Hotelketten und ähnlichen Großorganisationen, die häufig das Geld der Touristen wieder in jene wirtschaftsstarken Staaten zurückleiten, aus denen diese gekommen sind.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeG Adventures allein konnte trotz des Anspruches so lokal wie möglich zu arbeiten nicht für jene Menschen einspringen, deren Geschichten und Lebensumstände Bruce Poon Tip bei seinen Reisen vor Ort das Herz enger im Leib zusammen zogen. Mit Planeterra schuf er Mittel und Wege, sich voll auf das zu konzentrieren, was ihm am wichtigsten war: Einen echten Unterschied vor Ort zu bewirken.

Benannt nach seiner Tochter “Terra” startete Planeterra im Jahr 2003 in das Abenteuer etwas zu bewegen – und ist bis heute erfolgreich dabei.

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Luis Maria und die Straßenkinder – Planeterras erstes großes Projekt in Cusco

Cusco ist einer der Lieblingsorte von Bruce Poon Tip und ein beliebtes Ziel für G Adventures Reisende, wie uns. Doch neben all der Herzlichkeit, dem guten Essen und den spannenden Handfertigkeiten der Cusco Bewohner, von denen wir uns persönlich überzeugen durften, hat die Stadt auch mit etlichen Problem zu kämpfen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeIm Jahr 2003 entdeckte Bruce vor der Bar, in der seine G Adventures Gäste sich Abends am Liebsten trafen eine Ansammlung von Kindern, die Schokoriegel und Zigaretten zum Verkauf anboten. Beunruhigt realisierte er, dass sie da waren, um „seinen“ Touristen diese Dinge zu verkaufen. Nur die Kids, keine Erwachsenen weit und breit. Einige der Kinder waren kaum älter als fünf Jahre und Bruce versuchte in gebrochenem Spanisch zu erfragen, was genau die Kinder hier trieben.

Es stellte sich heraus, dass die Kinder den Verkauf zum Überleben brauchten um sich selbst Essen leisten zu können. Die meisten waren schon im jüngsten Alter von ihren alkoholkranken Eltern davon gelaufen und schlugen sich seitdem auf der Straße durch. “Wo schlaft ihr denn?”, wollte Bruce wissen und ließ sich von einem der Kinder in einen Slum außerhalb des Stadtzentrums führen, wo sie schlussendlich auf Luis Maria trafen. Umringt von Kindern leistete sie hier schier Unmögliches und versuchte ihnen allen die Mutter zu ersetzen, die sie verloren hatten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeSchon 3 mal hatte Luis Maria mit all ihren Schützlingen den Wohnort verloren und ganz von vorn beginnen müssen. Ihr unerschütterlicher Wille allen Kindern ein besseres Leben zu bieten, rührte in Bruce den Drang Luis Maria beim Helfen zu helfen. Zwar wusste er noch nicht, wie – und ob – sie es finanzieren konnten, doch Planeterras erstes Großprojekt würde es sein, Luis Maria und allen Kindern, für die sie sorgte einen sicheren Wohnort, genug Nahrung und Schulbildung zu ermöglichen.

Ein Traum, der im Jahr 2009 endlich wahr wurde. Dank der Spenden vieler einzelner Helfer und dem ganzen Einsatz des Planeterra Teams fanden die von Luis Maria betreuten Straßenkinder endlich ihren sicheren Platz in der Welt von Cusco.

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Planeterra live erleben – Wir entdecken Cusco und das Umland

Alle Projekte von Planeterra lassen sich einer dieser fünf Kategorien zuordnen: Nahrungsmittel, Erlebnisse, Handwerk, Unterkunft und Transport.

Wir haben uns während unserer G Adventures Reise nach Peru vor Ort angeschaut, was für tolle Unternehmen die Einheimischen mit Hilfe von Planeterra auf die Beine gestellt haben.

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Und euch nehmen wir natürlich mit zu den Projekten von Planeterra!

Lokale Produkte von Escencia Andina – Seife aus Cusco

Escencia Andina ist ein kleines Unternehmen aus Cusco in Peru, das von zwei Frauen gegründet wurde und jährlich bis zu 20.000 Peru-Reisende mit nachhaltigen und umweltverträglichen Reiseprodukten versorgt. Um das Geschäft ins Rollen zu bringen wurden die Gründerinnen von Planeterra mit 10.000 Dollar Starthilfe unterstützt.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUm uns selbst ein waschechtes Bild von der geleisteten Arbeit vor Ort zu machen, haben wir das Angebot von G Adventures gerne angenommen, und die Betreiberinnen zu Hause besucht. Nachdem wir unzählige Stockwerke eines kleinen bunten Hauses erklommen hatten, fanden wir uns plötzlich in einer hellen und freundlichen Wohnung wieder. Auf dem Küchentisch standen Körbe voller Seifen, Cremes und jede Menge weitere Produkte.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeAus einem extra Raum neben der Küche duftete es herrlich. Hier lagerten all die fertigen Handseifen. Und die Produkte dufteten nicht nur gut, sie waren auch optisch echte Hingucker. Wir waren sprachlos! Und durften im Wohnzimmer Platz nehmen, um dieser wirklich spannenden Geschichte von Seife und Frauenpower zu lauschen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd so lernten wir alles über die wesentlichen Zutaten, worauf geachtet werden muss und auch darüber, wie schwierig es für die beiden am Anfang war, in den Köpfen der Menschen überhaupt ein Bewusstsein für die Besonderheit und auch über den Nutzen ihrer Produkte zu schaffen!

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeTäglich strömen hunderte begeisterte Besucher und Outdoor Fans von Cusco aus in die umliegenden Anden. Sie gehen auf Expeditionen und Touren, wollen Natur erleben. Und doch machten die Touristen sich lange keine Gedanken darüber, was ihre mitgebrachten Produkte mit eben jener Natur anstellen, die sie doch eigentlich bewundern wollten! 

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeViele der mitgebrachten Waschmittel, Seifen und Reinigungsprodukte sind nicht ökologisch abbaubar. Sie machen zwar sauber, richten jedoch mit jedem Waschgang der in freier Natur unternommen wird einen kleinen, aber bleibenden Schaden an. Das summiert sich schnell, wenn es viele tun.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeWir fanden es auf jeden Fall mega gut und unterstützenswert, dass G Adventures seinen eigenen Reisenden die Möglichkeit bietet, hinter die Kulissen dieses Projektes zu blicken, zu lernen und natürlich auch, diese lokale Produktion zu unterstützen!

Während Tobias und ich in den anschließenden Tagen mit unserem kleinen G Adventures Grüppchen auf dem Lares Trek unterwegs waren, hatten wir stets unsere Kokaseife griffbereit und freuten uns vor jeder Malzeit, oder auch morgens beim „Frischmachen“ wie zwei Schnitzelchen darüber, was wir alles erleben durften und in welch guten Händen wir waren. Die Seifen zu benutzten, die hier vor Ort, aus Naturprodukten gefertigt werden, war eine ganz besondere und für uns auch super wichtige Erfahrung, die wir unbedingt mit euch teilen wollten!

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Bunte Farben und tolle Stoffe – Die Weberinnen von Ccaccaccollo

Es begann mit drei Frauen, die mehr wollten, als dem Verfall ihrer Traditionen zuzusehen. Sie wendeten sich in der Hoffnung gleichzeitig Touristen etwas bieten zu können und echte Zeitgeschichte am Leben zu erhalten an G Adventures – und sie bekamen die Hilfe, die sie brauchten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeSeit 2005 baut Planeterra gemeinsam mit den Frauen von Ccaccaccollo ein Kollektiv von Weberinnen auf, das es Reisenden wie uns ermöglicht, diese alten Traditionen kennen zu lernen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeInzwischen sind 60 Frauen angestellt und begeistern um die 10.000 Besucher jährlich mit ihrem Talent. So wird ein Jahrhunderte altes Handwerk am Leben erhalten, das vor der Initiative von Planeterra beinahe verschwunden wäre – und mit ihm ein ganzer Lebensstil.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeEin weiterer Stop auf unserem Weg zur Andenwanderung war eben jene Weberei, die uns unglaublich fasziniert hat! Wer sich jetzt ein Haus, mit riesigen Webstöcken vorstellt, ist hier schief gewickelt, denn bei Sonnenschein wird entsprechend alter Traditionen im Freien, in den Höfen des kleines Dörfchens gemeinsam gearbeitet, gekocht, gesungen und gelebt.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradePlaneterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Während viele der Männer des Dörfchen bei G Adventures als Köche oder Träger direkt angestellt sind, haben sich die Frauen der Tradition entsprechend im Kollektiv der Weberinnen zusammengefunden.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDirekt nach unserer Ankunft auf dem kleinen Marktplatz wurden wir abgeholt und fröhlich begrüßt. Doch sprechen nur die wenigsten der Frauen Englisch. Von daher hat unser Tourguides Dani einfach die Übersetzung übernommen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Dieses erste Gespräch war voller Herzlichkeit und Hingabe, dass wir es kaum erwarten konnten, endlich Mäuschen spielen zu dürfen und einen Blick hinter die Kulissen der allseits beliebten Wollprodukte der Region zu werfen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd so ging es auch direkt los und wir wurden vorbei an den Ställen der lustig drein blickenden Alpakas zu den Unterständen gebracht. Hier lagen Felle aus, Kokatee stand bereit und wir wurden aufgefordert, es uns gemütlich zu machen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDann ging es im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte, denn zwei der Frauen erklärten uns schrittweise und sehr anschaulich den gesamten Entstehungsprozess der feil gebotenen wolligen Alpakaprodukte: Von der Schur, über den Waschvorgang, das Trocknen und Färben, bis hin zum Spinnen und der weiteren Verarbeitung.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDas Handwerk der Wollverarbeitung hat in Ccaccaccollo Tradition und es war sehr inspirierend einen kleinen Einblick, in dieses von Generation zu Generation übermittelte Wissen zu erhaschen. Gewaschen wird die geschorene Wolle der Alpakas aber auch Schafe beispielsweise mittels einer Wurzel, die nur im Gebirge gefunden werden kann. Die Schafhirten bringe diese von ihren Touren mit und die Frauen nutzten sie dann zum Waschen der Wolle und auch der eigenen Haare.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeIst die Wolle gewaschen und durchgetrocknet, gehts ans Färben. Auch dies geschieht auf rein pflanzlicher Ebene. Und wie! Wir selbst durften zusehen, wie die naturbelassene Wolle unter der Verwendung von Kräutern, Salzen, Beeren und vielerlei anderer Zutaten in den leuchtensden Farben erstrahlte.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeNatürlich hängt die Farbgebung auch von der Färbung des Ausgangsmaterials ab und Wolle ist was das angeht auch nicht gleich Wolle. Von daher war es um so spannender für uns den Geheimnissen dieser Zunft zu lauschen, selbst mit Hand anlegen zu dürfen und ein grundlegendes Verständnis, für all die Arbeit, die in der Entstehung der weltberühmten Alpakapullover und Socken steckt, zu erlangen.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeHier seht ihr beispielsweise, wie vielfältig allein das Ausgangsmaterial ist, Die Wolle von Babyalpakas ist ganz zart und flauschig weich, während die der älteren Tiere immer grober wird. Die Schafswolle der hier oben lebenden Tiere ist auch sehr dick und extrem fettend und wärmend und wird ebenso verarbeitet.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeIhr merkt schon, wir hatten unseren Spaß! Ich fand es toll gleichzeitig so viel zu lernen, zu verstehen und selbst fühlen und spüren zu dürfen was hier entsteht.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeAußerdem luden die Frauen uns ein Fotos zu machen und waren sehr stolz darauf, uns ihre Arbeit zu zeigen. Es war wunderschön zu sehen, mit welcher Liebe, Konzentration und Hingabe sie gemeinsam arbeiten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradePlaneterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd klaro, am Ende gab es auch die Möglichkeit die eigene Börse zu zücken und einen kleinen Einkauf zu verrichten! Und das war grandios, denn ich für meinen Teil hatte die Kälte der Nächte über 2500 Meter ein bisschen unterschätzt und weder warme Socken noch einen warmen Pullover dabei. Fragt mich nicht, was ich mir beim Packen gedacht hab?!

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Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeFalls ihr also den Lares Trek Tour bei G Adventures bucht und zum Kollektiv der Weberinnen fahrt, freut euch und packt unbedingt ausreichend Bargeld ein! Denn auch die Preise vor Ort sind sehr gut und fair für alle Beteiligten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd das Beste, ihr bekommt sogar eure eigene Einkaufsberaterin zur Seite gestellt. Dieser Dame erklärt ihr dann mit Händen, Füßen und allen euch sonst zur Verfügung stehenden Mitteln, was ihr euch wünscht und schon ist sie behilflich die richtigen Größen, Muster und Farben zu finden.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd noch ein Funfact am Rande: Je nachdem wie herum die Frauen ihre traditionellen Hüte tragen hat dieser eine Bedeutung.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeZeigt das Deckelchen nach unten, ist die darunter verborgene Frau verheiratet :D stimmt!

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Nach diesem herzlichen Besuch fiel uns der Abschied wirklich schwer. Damit ihr euch selbst aber noch ein viel besseres Bild dieses großartigen Planeterra geförderten Projektes rund um das Wirken der Frauen von Ccaccaccollo machen könnt, habe ich hier noch ein kleines Video für euch. Viel Freude mit dem Kollektiv der Weberinnen:

Leckeres Schmausen im peruanischen Restaurant Parwa

Das peruanische Restaurant Parwa ist im Sacred Valley in Peru gelegen und bietet 260 Personen einen Lebensunterhalt. Auch für eine Krankenversicherung und Rentenzahlungen der Mitarbeiter von Parwa ist gesorgt. Um die 16.000 Reisende schlagen sich hier jedes Jahr die Bäuchlein voll und wir sind mitten dabei! Die Zutaten für alle Gerichte werden von lokalen Farmern angekauft und zu leckeren Gerichten verarbeitet.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeAuch der Besuch des Parwa Restaurants im Sacred Valley ist Teil unseres gemeinsamen Abenteuers mit G Adventures. Nachdem am Vormittag verborgene Inka Ruinen besucht wurden und in der Höhensonne geschwitzt und im Schatten gebibbert wurde, knurrten unsere Mägen und wir konnten den Besuch der grünen Oase inmitten der riesigen Berglandschaft kaum erwarten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeVon unserem wirklich sehr engagierten und fleißigen Guide Dani wussten wir schon, dass unsere Gaumen frohlocken würden und er sollte mehr als Recht behalten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDenn zu meiner eigenen Freude jubelten hier nicht nur die Mägen der Wanderer, sondern auch die Augen. Alle Gänge, von der Vorspeise, über den Hauptgang und das Dessert waren wunderschön angerichtet und präsentiert!

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeAn den Wänden des lichtdurchfluteten und offenen Lokales hingen überall Informationstafeln über die regionalen Speisen aus. Hier konnte der interessierte Besucher nachlesen was aufgetischt wurde, von der Wurzel bis zur Knolle gab es jede Information. Das fand ich großartig! Denn wie ich seit unserem Besuch auf den peruanischen Märkten wusste, hat dieses Land in Sachen Kulinarik unfassbar viel zu bieten!

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradePlaneterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Das Restaurant befindet sich in einer malirischen Gartenoase. Im gegenüber liegenden Gebäude ist die Küche. Alle Speisen und Getränke werden von den traditionell gekleideten Kellnern auf riesigen Tabletts durch den Garten, hinein ins Restaurant getragen. Allein dieser Anblick ist toll!

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Wir durften euch sogar ein Foto mitbringen!

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeSind die Speisen dann am Tisch gelandet, heißt es Schlemmen und genießen! Bei herrlichstem Blick auf die teilweise schneebedeckten Bergspitzen schmeckte es großartig.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeUnd Dank den Übersetzungsfähigkeiten von Dani, lernten wir abermals viel Neues an diesem Tag. Wir probierten verschiedenste Knollen, Gewürze, Maissorten, Gemüse und Obstsorten, schlürften uns durch kühle Säfte und unternahmen anschließen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch den angrenzenden Garten.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDenn nicht für jedes Kraut muss hier die weite Reise zum Markt angetreten werden. Viele gesunde Leckerein wachsen auf dem eigenen Grund und Boden und werden selbst aufgezogen, gehegt und gepflegt.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeFür alle weiteren Informationen, gab es vor Ort sogar eine hauseigene Broschüre, in der weiter gestöbert werden konnte, bevor es zu einem kleinen Nickerchen hinaus in den Sonnenschein ging.

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Wir schlafen unter peruanischem Himmel – Unser Campingplatz

Der Campingplatz für Lares-Trek Abenteurer im Lares Tal gehört 60 Familien gemeinsam und sichert 240 Menschen den Lebensunterhalt. Etwa 3000 Reisende hauen sich hier pro Jahr des Nachtens aufs Öhrchen und entschlafen unter peruanischen Sternen. Um die Familien im rauen Klima vor Ort zu unterstützen sorgt Planeterra für Gewächshäuser und ein entsprechendes Training der Locals, wie man in diesen Gemüse anbaut.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeEine wirklich großartige Sache, die allen Beteiligten nützt. Denn die Wanderung entlang des Lares Trek hat es in sich und verlangt uns Reisenden Gehöriges ab. Da tut es gut, gleich am ersten Abend einen festen Anlaufpunkt in Form eines Zieles anzusteuern.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeDenn als Wandernder möchte man immer wissen, wohin die Reise geht, wie weit es noch ist, wo es brenzlig werden könnte und wie mit den eigenen Kräften zu haushalten ist.

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeAls wir am ersten Abend unserer Wanderung den Campingplatz im Lares Tal erreichten, waren die Zelte bereits errichten und die Isomatten und Schlafsäcke lagen für uns bereit. Außerdem brachte die Crew die uns begleitete Wasser zum Waschen (der Moment in dem wir Seifen zückten ;) ) und gaben uns Bescheid, wo die Toiletten sind und wann wir uns zum Abendessen einfinden konnten.

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Japp, ihr habt richtig gehört, wir wurden rund herum umsorgt und konnten das Ankommen daher auch ausführlich genießen!

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-Trade-2Alle Infos rund um die eigentliche Eroberung und Erwiderung des Lares Trek, bekommt ihr natürlich bald bei uns zu lesen, doch bis es soweit ist, empfehlen wir euch unbedingt zuerst sorgfältig unsere Packliste zu studieren, damit ihr am Ende nicht so sockenlos dasteht, wie jemand der hier Schreibenden… ;)

Planeterra-Nachhaltig-G-Adventures-Peru-Fair-TradeWir hoffen wir konnte euch mit unserer Begeisterung, welche wir für die Arbeit von Planeterra und G Adventures empfinden anstecken! Es war für uns eine sehr emotionale Reise, auf der wir viel gelernt und gesehen haben und wir möchten dieses Abenteuer nicht missen und freuen uns schon darauf, euch hoffentlich bald mehr von den spannenden Projekten rund um das Thema fairer und nachhaltiger Tourismus berichten zu können.

Diesen herrlichen Ausblick genossen wir am zweiten Morgen unserer Wanderung mit G Adventures

Unterwegs gelangten wir durch einige kleine Dörflern in denen emsig gewerkelt wurde

Na Freunde, bereit ein bisschen Wolle zwecks warmer Söckchen zu spenden?

Der Ausblick aus dem Restaurant ist einfach malerisch, wir hätten dort noch ewig setzten bleiben können

Die geführten Touren auf den Spuren der Inkas waren mega spannend und haben mich unglaublich an unsere mexikanischen Tempel Abenteuer erinnert

Hier ist jemand sehr, sehr müde :D

Vorfreude auf die Leckereien, es duftet schon soooo guuuut!

Alpakas sind echt knuffige Gesellen und dazu noch so nützlich. Unter uns, sie dienen nicht nur der Wollproduktion, sondern können auch Lasten tragen und – naja schmecken tun sie auch noch :D

Happy Family, nur das Mätzchen bei der Kleinen zeigt in die falsche Richtung ;)

Tobi vollführt ein Freudentänzchen bei der Aussicht auf den vor uns liegenden Trek

Ihr könnt in den Anden die unterschiedlichsten Touren machen! Auch Zweiräder sind zu haben!

Mit vollem Bäuchlein chillt es sich im Schatten am besten

Die Geschichte des Prawa Restaurants

Süßester Krümel

Hier genießt gerade jemand eine Verwöhnmassage und ich sollte mir unbedingt mal die Haarwaschwurzel der Damen ausleihen!