AGE nachhaltige Kleidung waschen und pflegenNachhaltig Waschen wird in einer Zeit, in der herkömmliche chemische Waschmittel-Produkte, Wasserverschmutzung und Co. immer mehr im Fokus stehen ein immer spannenderes Thema. Waschen ist ein nicht wegzudenkender Teil unseres Lebens. So profan und langweilig es auch auf den ersten Blick klingen mag, so entscheidend ist es in unserem Alltag – denn mit unserer westlichen Lebensweise ist Reinlichkeit als Bestandteil unserer Kultur untrennbar verknüpft.

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Auf Tuchfühlung mit Freedis‘ AEG Lavamat 8000

Seit Freedi ihr neues Träumchen von einer Waschmaschine und dazu auch noch den passenden Trockner daheim stehen hat, bin ich schon manches Mal bei meinen Besuchen daran vorbei geschlichen und habe mir angeschaut, was das gute Stück so alles kann. Und das ist jede Menge, denn mit der 8000er AEG Lavamat kann man sogar seinen Daunen-Schlafsack waschen und trocknen – ganz ohne Tennisball-Action in der Trommel ;) Sogar Wolle trocknet die Waschmaschine ohne, dass sie einläuft.

Doch mich interessiert nicht nur, was das gute Stück eigentlich kann, sondern auch das Wie? drumherum. Und da habe ich mich gleich mal gefragt, wie nachhaltig so ein Maschinchen wohl unterwegs sein mag? Denn wenn man so eine Anschaffung tätigt, sollte man sich schon ganz klar sein, was man sich da ins Badezimmer, die Küche oder den Waschraum holt.

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Nachhaltig Waschen – was heißt das eigentlich?

Natürlich gibt es keine fixe Definition dafür, was genau „nachhaltig Waschen“ denn bitte sehr sein soll. Doch für mich ganz persönlich gibt es da ein paar Dinge, die meine ganz eigene Definition des Themas ausmachen.

Nachhaltig bedeutet für mich, dass etwas lange hält und dabei möglichst wenig Probleme verursacht. So in etwa schaut die Definition in meinem wuseligen Kopf jedenfalls aus. ;)

Eine Waschmaschine muss demnach lange und brav ihrer Tätigkeit nachgehen und sich dabei gegenüber der Umwelt möglichst unauffällig verhalten. Wie lange Freedis 8000er AEG Lavamat sich nun halten wird – tja, das steht wohl in den Sternchen, denn in die Zukunft sehen kann ich nicht.

AGE nachhaltige Kleidung waschen und pflegenPersönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Investition in gute Elektrogeräte sich langfristig bezahlt macht, weil das Billigmodell von Nebenan dann eben doch gern mal nach 2 Jahren die Hufe hoch reißt – und das wiederum ist eher nicht so nachhaltig… denn dann muss ja schon gleich wieder das nächste Maschinchen her und der kaputte Vorgänger vegetiert als ausgeschlachteter Resthaufen bis an sein Lebensende auf dem Schrott vor sich hin. So wird jede Menge Material verschwendet.

Zusätzlich möchte ich, dass mir eine Waschmaschine dabei hilft meine Kleidung lange schön zu halten. Da ich meine Garderobe nicht jedes Jahr erneuere, ist mir einfach wichtig, dass die Sachen nicht kaputt gewaschen werden. Hier machen durchdachte Waschmodi tatsächlich einen echten Unterschied, auch wenn ich das früher nie geglaubt habe.

Unser weit über 10 Jahre alter kraftwagenlauter Toploader in der WG hat nämlich im treuen Dienst einfach alles immer schön gleich gewaschen: Heiß, Kalt oder Mittel und schon war alles sauber und im besten Zustand. Oder doch nicht? Dass die Technik da einiges an Fortschritt gemacht hat – ganz besonders im Bezug auf Wolle! – ist mir tatsächlich erst bewusst geworden, als ich mir eine neue Waschmaschine zugelegt habe. Ich hab‘ euch hier schon in Bezug auf das Waschen von Jeans davon erzählt.

AGE nachhaltige Kleidung waschen und pflegenGanz besonders neidisch bin ich auf das super effiziente Wolltrockenprogramm, das tatsächlich nur sehr wenig Strom verbraucht und auch dicke Pullis im Nu trocknet. Denn zu meinen liebsten Fair Fashion Shirts zählen auch einige Wollteilchen und die trocknen bei mir daheim immer nur sehr langsam und gemächlich vor sich hin und ich springe im Winter oft zwischen Lüften und Heizen hin und her, wenn drinnen im kleinen Raum die Wäsche trocknet. Da macht so ein Trocknungsprogramm auch für empfindliche Textilien echt Sinn!

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Wer weniger wäscht, wäscht weniger kaputt

Neben einem guten Maschinchen ist auch wichtig, dass man sich, was die Häufigkeit der Waschgänge angeht, selbst ab und an mal hinterfragt. Als hygienebegeisterte Menschen, die wir in unserer Kultur nun einmal zumeist sind (ich jedenfalls – du auch?) passiert es immer wieder, dass Sachen nach einmal Tragen sofort in die Maschine wandern.

Natürlich will ich dir hier nicht raten den Schlüpfer am nächsten Tag nochmal andersherum zu tragen – das wäre dann doch nicht der beste Weg. ;) Aber Pullover und Hosen müssen nicht nach einem Tag am Körper in den Wäschesack verbannt werden. Hier genügt ein gründliches Auslüften bis zum nächsten Morgen.

Wer jetzt „Oh nein!“ schreit, den bitte ich, sich mal folgendes Szenario vor das innere Auge zu rufen: Ein Kleidungsstück, das man in die Reinigung bringen müsste (zum Beispiel ein Anzug oder ein Kostüm) wurde einmal getragen. Ist es vorstellbar, dass man dieses Kleidungsstück nur auslüftet, statt es sofort wieder in die Reinigung zu bringen? Vermutlich ist es nicht nur vorstellbar, sondern du hast es auch schonmal so gemacht, oder? Und ganz genau dasselbe geht auch mit anderen Kleidungsstücken. ;)

Ich glaube übrigens, dass das viele Waschen unter anderem damit zusammenhängt, dass wir zu faul sind unsere Kleidung richtig zu Lüften oder es uns schlichtweg am richtigen Ort dafür fehlt. Es ist einfacher, abends alles in den Wäschesack zu stopfen. Aber genau das ist ein fataler Fehler, was die Langlebigkeit der Kleidung angeht.

Wer mehr darüber wissen möchte, der kann sich einmal beim AEG Carelabel Projekt umsehen. Hier wird nochmal ausführlicher über die Nachteile von zu vielen Waschgängen aufgeklärt.

AGE nachhaltige Kleidung waschen und pflegenKostenloses Waschmittel / Weichspüler selbst machen – mein Efeu-Waschmittel Rezept

Da ich unter uns Freinseindesignern gemeinhin für mein Ökoherzchen bekannt bin, möchte ich noch mein Efeu-Waschmittel-Rezept mit euch teilen. Ich wasche seit inzwischen über zwei Jahren damit und bin immer noch sehr zufrieden.

Rezept:

  • Ernte etwa 10 große dunkelgrüne Efeublätter mit Stiel (am besten nicht auf Hunde-Pipi Höhe ;) ) – ich ernte meine im Garten.
  • Fülle 1,5 – 2 Liter Wasser in einen Topf.
  • Spüle das Efeu vorher einmal kurz ab, achte darauf dass kein grober Dreck oder Insekten daran kleben.
  • Schneide das Efeu mit einer Schere grob in Stücke und tu es ins Wasser.
  • Lass alles ca. 20 Minuten köcheln.
  • Fülle alles in eine hitzebeständige Flasche, die du mit einem Pfropfen verschließen kannst.
  • Es schaut leicht bräunlich / gelblich oder grünlich aus, das ist normal.

Pro Wäsche benutze ich immer ca. eine große Kaffeetasse voll Waschmittel. Man kann es alternativ auch als Weichspüler zu normalem Waschmittel anwenden.

Was kann das DIY-Waschmittel:

  • Es wäscht bei allen Waschtemperaturen normalen Schmutz und Körperflüssigkeiten, auch Blut, sowie alle Gerüche heraus.
  • Es macht die Wäsche superweich und sorgt dafür, dass alle Fasern sich pudelwohl fühlen! Im Ernst, die Wäsche wird weicher als mit jedem Weichspüler. (Funktioniert übrigens auch als Haarspülung.)
  • Es wäscht absolut alles ohne die Fasern zu beschädigen, auch ganz empfindliche Stoffe wie Kaschmir und Seide. (Ich wasche all meine Kaschmirpullis damit und sie sind immer noch super!)
  • Es ist allergikerfreundlich und jeder, der wie ich mit Neurodermitis zu tun hat, die von den meisten Waschmitteln und Weichspülern nicht begeistert ist, wird es lieben!

Was kann das DIY-Waschmittel nicht:

  • Es bleicht nicht. Wer bei weißen Sachen einen Grauschleier verhindern will, der nutzt am Besten ab und an einfach mal ein aggressiveres Waschmittel als „Auffrischer.“
  • Es riecht weder nach „tropical“ noch nach „frische Duft“ – es riecht einfach nach gar nichts. ;)
  • Es hält nicht unendlich lange, sondern nur ca. 2 Wochen. Ich habe bisher aber nie Probleme gehabt es mir zu kochen, weil es so einfach ist. Und ich bin nun wirklich keine flitzfleißige Motivationselfe, was die Hausarbeit angeht. Übrigens für alle Ängstigen: Es funktioniert es auch noch, wenn es „schlecht“ geworden ist, ich hab das schon mehrfach ausprobiert – es wäscht genauso gut und die Wäsche riecht auch nicht komisch.
  • Es entfernt keine eintrockneten Flecken, Farbflecken wie z.B. Kugelschreiber und auch nicht immer große Fettflecken – hier wird, wie bei der normalen Wäsche auch ein Fleckentferner nötig.

Ich nehme für die Fleckentfernung einfach Kernseife, wobei ich weiß, dass einige Leute den Geruch von der Kernseife wohl unangenehm „seifig“ finden. Ich persönlich mag den chemischen Geruch von „normalem“ Waschmittel und Weichspüler gar nicht mehr leiden und finde auch nicht, dass das angenehm duftet. Aber ich denke, dass das einfach eine Geschmacks- und vor allem Gewohnheitssache ist.

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Na dann mal losgewaschen – was sind eure Tipps und Tricks?